Wer zahlt Schlaglochschaden ???

  • Hatte hier im Forum schon mal Jemand Erfahrungen gesammelt mit einem Schaden der durch ein extremes Schlagloch entstanden ist auf das nicht mit Schildern wie z.B" Achtung Fahrbahnschäden" oder änlichem gewarnt wurde.
    Der Schaden wurde mit Geschäftszeichen durch die Polizei aufgenommen und als "Ereigniss im Strassenverkehr" dort dokumentiert.
    Nach dem Vorfall beauftragte die Polizei unverzüglich das Strassenbauamt und sicherte die Stelle so lange ab bis das Loch provisorisch verschlossen wurde.
    Bei dem Schaden handelt es sich um den Reifen eines meiner Firmenfahrzeuge und liegt bei ca 200,-- Euro
    Auch dies ist durch die Polizei dokumentiert.


    Wäre über Hinweise dankbar, auch welche Behörde überhaupt dafür zuständig wäre.


    Gruß aus Berlin :baeh: die Stadt in der man Bald von Boxtser auf [lexicon]Cayenne[/lexicon] umsteigen muss.


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    habe gerade mal die Google Suche bemüht und gleich als Erstes folgendes gefunden:


    Wer haftet bei Schlagloch-Schäden am Auto?


    Straßenschaden


    Insbesondere dieser Teil aus Wikipedia ist interessant:


    Der Baulastträger einer Straße hat im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht die Aufgabe, Straßenschäden in kurzer Zeit zu beseitigen. Aufgrund der hohen Kosten für Instandsetzungsarbeiten werden häufig nur kleine Ausbesserungsarbeiten ausgeführt. Von Fall zu Fall kann dadurch die Unfallgefahr in Kurven und bei Nässe steigen, insbesondere für Fahrer von Zweirädern.


    Wieweit die Haftung des Straßenerhalters für eingetretene Unfälle oder Schäden geht, kann nicht generell gesagt werden, sondern hängt von den näheren Umständen und den daraus eventuell folgenden Fahrerpflichten ab. Der Straßenerhalter haftet für Unfälle durch Fahrbahnschäden nur bei grobem Verschulden oder Vorsatz - etwa wenn er von der Gefahr gewusst, aber nichts dagegen unternommen hat. Erhält er für die Benutzung der Straße eine Maut (z.B. auch als Autobahnvignette), so haftet der Straßenerhalter schon bei leichter Fahrlässigkeit, wenn er nicht beweisen kann, dass ihn am Unfall bzw. Schaden kein Verschulden trifft.


    Ein Gerichtsurteil in Westfalen stellte 2003 fest, dass sich die Fahrbahn nur an jenen Anforderungen ausrichten müsse, für deren Zweck sie bestimmt sei. Daher wurde die Kommune von der behaupteten Schuld an einem Unfall freigesprochen, den eine Fußgängerin beim Sturz über ein Schlagloch erlitt, als sie nachts zu ihrem gegenüber parkenden Auto ging. Die Kommune müsse zwar für einen gefahrlosen Zustand der Straßen für ihre Benutzer sorgen, hinsichtlich der Fußgänger jedoch nur für eine gefahrlose Benutzung der Bürgersteige.


    Gruss, Wolfgang

  • Vielen Dank erstmal :thumb:


    Na das sind ja mal wieder Zustände die ein "rausreden" wohl jederzeit möglich machen.
    Die einzige Hoffnung die ich nun habe ist die Tatsache das dieses Schlagloch schon seit 2 Wochen mehrmals der Strassenverkehrsbehörde gemeldet wurde.
    Es ist nur irgendwie so das man nicht wirklich für 200,-- Euro einen Anwalt bemühen möchte, ohne den es wohl nicht gehen wird :sadd:


    Gruß aus Berlin :wink:

  • sorry, ich sehe das anders.


    In USA hat sich mal jemand ein Wohnmobil gekauft, während der Fahrt die 'Cruise Control' aktiviert, ist nach hinten gegangen, um sich einen Kaffee zu kochen und das ganze endete dann im Strassengraben.
    Der Fahrer hat daraufhin den WoMo Vermieter auf Schadenersatz verklagt und Recht bekommen !!


    Wenn ich Richter gewesen wäre, hätte er nicht nur nicht Recht bekommen, sondern ich hätte ihm zudem den FS entzogen, da er offensichtlich zu dumm ist, um Auto zu fahren.


    Bei der obigen Geschichte ist strittig, ob sie sich wirklich so zugetragen hat, ist auch egal. Sie verdeutlicht sehr schön das 'Nicht-Verantwortlichsein-Denken' welches es in dieser oder ähnlicher Form vielfach gibt.


    Angewendet auf den hiesigen Fall.
    Wer Auto fährt, soll aufpassen. Wenn die Strasse ein Loch hat, dann fährt man da nicht durch. Was wäre denn, wenn an der Stelle ein Kind mit dem Fahrrad gestürzt wäre, oder ein LKW etwas verloren hätte oder sonstwie etwas den Vorwärtsdrang behindert?
    Ich finde diese ewige 'ich kann ja nichts dafür, lass jemand anderes bezahlen' Menthalität zum Kot***. Wer Mist baut, soll auch dafür geradestehen.


    Natürlich zahlen wir alle Steuern und die Behörden sollen ihren Job ordentlich machen. Die Strassenverkehrsbehörden, also z.B. die Strassen in Schuss halten. Tun sie das nicht gibt es entsprechende Möglichkeiten.


    just my 2cent.


    ... und nicht persönlich nehmen.

  • Natürlich zahlen wir alle Steuern und die Behörden sollen ihren Job ordentlich machen. Die Strassenverkehrsbehörden, also z.B. die Strassen in Schuss halten. Tun sie das nicht gibt es entsprechende Möglichkeiten.


    Hallo Uwe,


    genau darum geht es Thomas doch. Inwieweit wer nun für den Schaden haften muss, ist in unserer Rechtssprechung eben nicht eindeutig. In Thomas Fall geht es um 200€, da würde ich ganz sicher auch keinen Anwalt bemühen und den Schaden selber tragen.


    Was aber, wenn mehr passiert wäre. Personenschaden, etc.?? Ich hatte Thomas Frage eher genereller Art verstanden und weniger in die Richtung "ich kann ja nichts dafür, lass jemand anderes bezahlen".


    Gruss, Wolfgang



  • Genau darum geht's doch "Wer Mist baut sollte dafür geradestehen" das gilt doch wohl für die Behörden , wie auch für die Stassennutzer !!
    Und in einem solche Fall, wie o. beschrieben, sollten die Behörden die Verantwortung übernehmen!!
    Super Einstellung, zu sagen, "wenn die Strasse ein Loch hat, fährt man halt nicht durch" Entweder fährst du kaum Auto, oder immer so langsam , wie meine Oma ein's schieben kann !!
    Wenn solche Strassenschäden unmarkiert vorhanden sind, ist es bei völlig "NORMALER" Fahrweise , immer möglich in bzw. durch ein Schlagloch zu fahren, ohne es vorher bemerkt zu haben! Da fährt man als Fahrer ganz bestimmt nicht absichtlich durch!
    Und solange man nicht selbst betroffen ist, kann man ja auch schön den Klugsch..... raushängen lassen :k:


    so what, nur meine Meinung !

    Gruß Jürgen
    ......was klappert, ist noch dran !!!!!!



    Porsche 914 Umbau auf 914/6 mit 3,0 RSR , Porsche 911 Coupe 3,2 ltr. G-Modell Indischrot

  • cheyenne:
    Hallo Jürgen,
    auf unseren geliebten BAB gibt es natürlich eine Streckenkontrolle, die Fahrbahnzustand, Baustellenabsicherungen, etc. regelmäßig kontrolliert. Wenn dort die Fahrbahn abgängig ist wird dies auch angezeigt. Gerade jetzt in der etwas verkehrsschwächeren Urlaubszeit (war bisher Tabu) laufen viele Deckensanierungen, um die Schäden des letzten Winters zu beheben.


    Anders sieht das natürlich im nachgeordneten Netz bei den Städten und Gemeinden aus. Meist haben die noch nicht mal Geld in der Kasse um das Nötigste zu unternehmen. Sollen sie da vor jedem Schlagloch warnen? Wieviele Schilder willst du da denn kaufen und aufstellen? Oder doch die Gemeindeabgaben erhöhen? Oder reicht für dich die generelle Aussage am Ortseingangsschild: "In dieser Gemeinde gibt es nicht angezeigte Schlaglöcher"?


    Billiger ist es allemal die Augen aufzumachen und nicht in das Schlagloch hineinzufahren, das man bereits schon seit dem Frühjahr kennt. Außerdem gilt immer noch §1 der StVO.
    Gruß, Rainer

  • Augen auf ! Die Schlaglochsaison startet wieder ... wohl früher als erwartet. In HH teilweise ein reines Flickwerk was nach starken Regenfällen
    die Löcher wieder sehen lässt ...

  • Mit dem Schild "Straßenschäden" drückt sich unsere Gemeinde um eventuelle Schadensersatz Anfragen.

    " hasta la victoria siempre"
    Der 924 ist ein echter Porsche. Er fährt Seite an Seite mit dem 911, dem Carrera und dem Turbo. Und wir haben ihm alles mitgegeben, was er auf seiner Fahrt als Porsche braucht. Unser Markenzeichen trägt er mit Stolz.

  • Hier handhabt man das so, daß die Stadt die noch nicht reparierten Strecken täglich abfahren und ggf. mit diesem berüchtigten Kaltmaterial auffüllen läßt.


    Damit eben möglichst nichts passiert. So sollte das eigentlich überall sein. Eine Kommune, die das nicht macht, sollte dann wohl zu packen sein.


    Aber vermutlich erst, wenn es einen Toten gibt: Radfahrer, der stürzt und in das Fahrwerk eines abgestellten LKW knallt.


    Genau das hatten wir hier. Das Loch war schon öfter geflickt worden.


    - An diesem Wochenende wird die Piste komplett erneuert......... -


    Joe

    Grüße
    Joe

    - 928 S4 ( J ) 360 cui / ATG / Bosch red devils, Porkensioner, Liphardt 200er, Bilstein B6, Eibach /dp Fwk a la CS, SharkVent Xtreme

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