Porsche 356 A Cabriolet vs Convertible "D"

  • Hallo Leute


    Kann mir einer von Euch den Unterschied eines 356 A Cabrio und des Conv. "D" sagen? D steht doch für Drautz und die andern Cabriolets-Karrossen wurden bei Porsche selbst und Reutter gefertigt - oder? Ist der "D" ein aufgerüsteter Speedster?


    Aus Sammlersicht welches Modell ist gefragter - der "D"? Und welche Preise werden heute für solche 356-er aufgerufen (für Zustand 1-4)?


    Freundliche Grüsse


    René

    Ich würde nie in einen Club eintreten, der mich als Mitglied akzeptiert


    Das Leben ist kein Ponyschlecken


    Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung
    Kaiser Wilhelm II

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  • Die unterscheiden sich sehr,
    unterschiedliche Anordnung der Instrumente,
    Schlüssel rechts,
    flachere Frontscheibe,
    Steckscheiben,
    sehr einfaches Faltdach,
    einfachere Sitze,
    der letztere ist um mindestens 50 % teurer als ein Cabrio,
    da die Nachfrage sehr groß ist,
    das Auto seltener,
    sind glaube ich zum größten Teil in die USA gegangen.
    Kosten heute etwa 150.000 bis 200.000 € !!!

    .....997/2 Turbo S Cabrio


    Gruß
    Wolfgang



    Ich weise darauf hin, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen meine Weisheiten selbst gewusst habe.

    Eventuelle Ähnlichkeiten mit anderen Weisheiten sind wissentlich unbewusst.




  • um es gnz simpel zu sagen: das A Cabrio war schlicht der offene 356, der Convertible D dagegen der Nachfolger des Speedster. gebaut wurde der D nur von Werksferien 58 bis Werksferien 59, ich glaube etwa 1300 Exemplare. fast alle davon wurden in die USA verkauft, als 1600 und 1600 S mit 60 und 75 PS.


    da die D extrem selten sind und fast wie Speedster aussehen, denke ich, daß sie teurer sind. bei Classic Data liegt ein Convertible D in Zustand 2 so zwischen 80 - 100 000 Euro, aber das halte ich für etwas tief gegriffen.


    ach ja: fast alle Fragen zum D beantwortet folgende Webseite: http://convertibledregistry.com

    "It smells like german heaven"
    (Zach Braff alias Dr. Dorian in "Scrubs" über den Innenraum eines 911 2.7)

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  • Hallo Jungs!
    Ursprünglich war der Speedster durch eine Anregung des damalige Porscheimporteur Hoffman in New York entstanden. Er war eine Billigvariante (!!!!) des Cabrio zu einem günstigen Preis. Aber der war nur etwas für Puristen. Jeder der einmal im Regen einen Speedster gefahren hat, weiß wovon ich spreche. Als etwas angenehmere Variante wurde sodann der Drautz nachgeschoben, welcher am Anfang noch als Speedster bezeichnet wurde. Er hatte vor allem eine höhere Frontscheibe und Kurbelfenster seitlich. Außerdem noch eine andere Anordnung der Instrumente (Kreibogensegmentförmig) usw. Das Verdeck war ungefüttert. Damit ist ein Drautz bei offenen Dach sofort wegen des nahezu fehlenden Verdeckwulstes zu erkennen.
    Später gab es dann noch als weitere Entwicklung der T5 Roadster, welcher ebenfalls ein ungefüttertes Verdeck besitzt.
    Als Fahrer eines T2 Cabrio muß ich allerdings allen Speedster, Drautz und Roadsterfahrer mitteilen: das gefütterte Verdeck ist einfach besser und der Wagen ist auch bei Regen innen trocken. Aber natürlich sind die o.a. wesentlich begehrter und daher teurer.
    LG
    doggy
    PS. der Markt an guten T2 Cabrios ist inzwischen aber auch sehr überschaubar geworden!!

  • Hallo!


    das, was "doggy" zum Verdeck sagt, ist bestimmt richtig. Mein T5 Roadster ist bei Regen jedenfalls nicht dicht.


    Speedster, Con.D und Roadster sind was für Leute, die das Dach im Prinzip im Jahr nur zweimal in Betrieb nehmen - im Frühjahr zum Aufmachen und im Herbst zum Schließen.


    Aus meiner Sicht ist der entscheidende Unterschied zwischen Cabrio und Speedster/Roadster die völlig andere Optik und das ganz besondere Fahrgefühl. Durch die niedrigere Gürtellinie und den fehlenden Verdeckwulst sieht der Speedster/Roadster m.E. sportlicher aus und man sitzt auch anders -eben irgendwie luftiger- als im Cabrio. Aber alles Geschmackssache.


    Gruß Ingo

  • Danke Jungs für die zahlreichen Infos. Jetzt seh ich schon etwas klarer. Den Speedster kannte ich, mir war nur nicht klar wo ich den "D" einordnen soll.


    Hintergrund meiner Frage war und ist, dass mir ein 356A Cabrio angeboten wurde (allerdings ist es "nur" eine Restaurationsbasis). Das Auto ist bis auf ein pahr "Kleinigkeiten" komplett und hat den original Motor drin. Wie seht Ihr das 356-er A Cabrio aus Sammlersicht (Attraktivität/Preisgefüge)?


    Gruss René


    dogofxray: ein wunderschönes A Cabrio - in der Schweiz nennen wir sowas ein BIJOUX! In Fjordgrün gab's den doch nur 1-2 mal.

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  • Hallo!


    der A ist aus Sammlersicht grds. interessant, weil seltener als B/C. Ein A Cabrio liegt also folgerichtig etwas oberhalb der B/C Cabrios. Speedster, Conv.D und Roadster sind aber wiederrum aus Sammlersicht vorzuziehen. Unabhängig von dem Modell gilt allerdings aus Sammlersicht: Originale sehr gute unberührte Fahrzeuge sind in jedem Fall vorzuziehen. Unter Sammlergesichtspunkten kommen mäßige Durchschnittsfahrzeuge eher nicht in Frage, weil man eine Komplettrestaurierung einplanen müsste und dann gleich ein originales aber schlechtes Fahrzeug nehmen könnte. Um Spass zu haben, macht aber natürlich auch ein gut laufendes Fahrzeug mit Macken Sinn.


    Gruß Ingo

  • Hallo Ingo


    Wo liegt für Dich der Unterschied zwischen einem "mässigem Durchschnittsfahrzeug" und einem "originalen aber schlechten Fahrzeug"? Meinst Du damit ein unrestauriertes originales, fahrbares Fahrzeug im Vergleich zu einem Restaurierten? Ein Originales aber schlechtes Auto müsste man über kurz oder lang doch auch restaurieren?


    Ein unberührtes Original ist natürlich jedem restauriertem Fahrzeug vorzuziehen - nur wo findet die man heute noch?


    Ich hab mir gedacht, wenn ich das Auto "selber" restauriere weiss ich in wenigstens mit welcher Qualität es gemacht wurde. Bei Restaurierten v.a. aus dem Amiland ist man da ja nie ganz sicher. Was eine Komplettrestaurierung kostet kann ich mir in etwa vorstellen. Kein billiges Vergnügen; deshalb möchte ich das Geld auch nicht in ein für Sammler uninteressantes Auto versenken. Ich denk da halt durchaus auch kaufmännisch.


    Gruss René

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