KFZ-Steuer bemessen nach CO2 Ausstoß

  • Wie bekannt ist möchte der Deutsche Gesetzgeber irgendwann die Besteuerung der Fahrzeuge an dem CO2 Ausstoß bemessen (bisher an Hubraum und Schadstoffklasse).


    Wie dem Ein oder dem Anderen aber bekannt sein Dürfte gibt es ja nun schon zahlreiche Wissenschaftler die verlauten, dass die CO2 Theorie nicht stimmt und dass dies alles nur ein Klimaschwindel ist bzw. sich schon zum Klimabetrug entwickelt hat. Näheres möchte ich nicht ausführen weil sonst die Diskusion zu lang wird.


    Also versetzen wir uns nun in die Zeit ab der die CO2-KFZ-Steuer nun kommt. Das Fahrzeug wurde ja vom Hersteller einmal einem bestimmten Test unterzogen und der CO2 Ausstoß ermittelt/gemessen. Nun ist aber auch bekannt, dass der CO2 Ausstoß des Fahrzeuges abhängig ist von folgenden Faktoren: Persönliches Fahrverhalten (Rennstrecke, Autobahn, Stadtverkehr, Land), Einstellung der Motorelektronik (Zündzeitpunkt), Beladung des Fahrzeuges (LKW leer oder voll beladen), Umgebungtemperatur und noch zahlreichen anderen Faktoren. Kurz gesagt der CO2 Ausstoß ist sehr variabel und der eine wird über dem Durchschnitt liegen der andere darunter.


    Würde das dann nicht bedeuten das man durch sein Verhalten mit dem Gasfuß oder verändern des Zündzeitpunktes des Motors Gefahr läuft Steuer zu hinterziehen? Oder derjenige der regelmäßig auf die Rennstrecke geht und einen Durchschnittsverbrauch an diesem Tag von mehr als 30L/100Km hat nicht automatisch zum Steuerbetrüger? Und muss man dann nicht gegen seinen Steuerbescheid Einspruch einlegen um dieser Gefahr zu entgehen?


    Die momentane Besteuerung ist da doch sinnvoller, denn Hubraum oder die Schadstoffklasse kann man nicht ohne technische Änderung am Fahrzeug verändern wohl aber den CO2 Ausstoß.


    Dies ist meine Technische Ansicht, deshalb bin ich gespannt was unsere Juristen dazu sagen. Wenn an diesem Ansatzpunkt was dran sein sollte, dann würde ich es begrüßen wenn sich ein Anwalt findet um gegen diesen Gesetzentwurf eine Verfassungsklage einzureichen - ich würde dies auf jeden Fall unterstützen.


    Vernünftige Grüße


    Dr.FLO

  • Der CO2-Ausstoß wird doch schon allein zur Farce wenn man sich anschaut


    -Fahrverhalten
    -Laufleistung im Jahr
    -technischer Zustand
    -Fahrprofil (Stadt/Landstraße/Autobahn)


    Die sinnvollste Alternative wäre die Abschaffung der Kfz-Steuer und Umlegung auf die Mineralölsteuer. Nur dann würde das Benzin für einige quasi unbezahlbar.


    Die momentane Belastung für die Autofahrer ist mehr als ausgereizt (finde ich).


    Aber wahrscheinlich geben die Typen wie der Verkehrsclub Deutschland (der Name ist eh eine Farce) erst auf, wenn jeder nur noch mit dem Tretroller oder dem Fahrrad unterwegs ist.

  • FLO, ist das jetzt nicht arg weit hergeholt?


    Die KFZ Steuer setzt sich schliesslich aus einem festen und einem variablen Teil zusammen, die künftig beide verbrauchsbezogen sein sollen.


    Variabel: Energiesteuer bzw. vormals Mineralölsteuer. Hier stimmt die Steuer exakt mit dem tatsächlichen Verbrauch überein. (Es sei denn, du trinkst das Benzin oder schüttest es ins Klo, aber das ist ein anderes Thema...)


    Fest: KFZ Steuer, dafür, daß man CO2 erzeugen könnte, aber es nicht unbedingt tun muss. Es hängt überhaupt nicht davon ab, wieviel tatsächlich erzeugt wird, daher ist die Haarspalterei mit Nutzungsprofil-bedingten Abweichungen zum Normverbrauch überflüssig. Selbst wenn jeder sein Auto auf die Rolle stellt und den Normzyklus nachfährt, kommt bei jedem wieder was anderes raus. Das ist naturgemäße Streuung, und dürfte im Sinne der Gleichbehandlung nicht noch zu individuellen Steuersätzen führen. Wessen Auto im Verbrauch nach oben streut, würde dadurch ja doppelt bestraft.


    Wenn du also an deiner Steuer was drehen willst, kannst du das gerne am variablen Teil machen. Du hast's in der Hand. Äh.... im Fuß. :B


    @ Michael:
    Mit der Forderung nach Umlage auf die Mineralölsteuer kann man sich gern ein Eigentor schiessen, je nach Fahrprofil.
    Ich habe auf meinen Autos im Schnitt nur ca. 6.000km/Jahr, ich würde bei einer Umlage profitieren. Wer aber 15.000 oder mehr im Jahr auf sein Auto fährt, weil er nur eines hat, würde künftig draufzahlen.
    Für's Porschesammeln wär die Umlage natürlich ge*l, nächste Stufe wäre dann das Wechselkennzeichen auch für D.... :freu:


    Claus

    Als ich dierser Signmatuer scherierb, hatter ich gererad erinmer Ladunmg Kafferer inm derer Tastatuer.

    Edited 2 times, last by SpeedFlap ().

  • ...ja das ist schon klar. Denn auch nach der jetzigen Regelung wird ja auch derjenige Bestraft der wenig fährt. Aber dann stimmt zumindest der Sprachgebrauch nicht überein. KFZ-Steuer nach CO2 Ausstoß zu bemessen. Dann müsste es heißen eines möglichen CO2 bla bla bla.
    Ich wundere mich halt nur warum keiner was gegen diesen Schwachsinn den unsere Regierung erlassen möchte tut, und das alles so hingenommen wird als ob es selbstverständlich ist.

  • Wer soll denn etwas dagegen unternehmen ??


    - der Staat sucht immer nach weiteren Geldquellen zum auspressen


    - Der VDA freut sich über eventuell steigende Neuzulassungen weil die Leute nach verbrauchsärmeren Autos suchen


    - egal wen Du wählst: alle sind nur an ihren Diäten interessiert. Packst Du alle Politiker in einen Sack und pochst drauf erwischts Du 100% einen richtigen


    - Spinner wie der VCD und Greenpeace werden auch nichts dagegen unternehmen sondern die Lage eher weiter anheizen


    - der ADAC hat auch seine Kooperationsverträge (u.a. mit diversen Mineralölkonzernen wie Shell und Co. und wird einen Teufel tun und sich zu sehr für den kleinen Mann engagieren.


    Der "kleine Mann" fühlt sich dann halt verlassen und es gibt für ihn quasi keine Lobby.


    Da bleibt nur zu hoffen, daß es irgendwann mal wieder so einen Knall gibt wie 1989 in der DDR, aber dann halt bundesweit. Aber dafür müßte Deutschland noch mehr zusammenwachsen (was momentan noch nicht der Fall ist).

  • Mir fehlen aber ein wenig die sinnhaften Alternativen zu diesem Thema. Bitte immer unter der Annahme, daß die Staatseinnahmen aufkommensneutral sein sollen.


    Besteuerung nach Hubraum war da doch auch nicht sonderlich sinnvoll, oder? Der Motor ist doch nahezu unschuldig. Es sind niedrige Werte für m², cw und kg, die das ökonomische Auto auszeichnen. Warum soll einer mit nem Dreiliter Vierzylinder ( :wink: ) mehr Steuer bezahlen, als ein anderer mit 2,5Liter Reihensechser, der aber ähnlich viel Leistung hat und sogar noch mehr verbraucht?

    Als ich dierser Signmatuer scherierb, hatter ich gererad erinmer Ladunmg Kafferer inm derer Tastatuer.

  • Sowohl die bisherige Besteuerung als auch die geplante ist völliger Blödsinn.


    Wenn man der Meinung ist, dass CO2 für den Klimawandel verantwortlich ist, dann muss jedweder CO2-Ausstoss gleich behandelt werden, da gibt es nicht das "schlechte" CO2 (Straßenverkehr) und das "gute" CO2 (Massentierhaltung, Heizung, der gemütliche Kamin zu Hause etc).


    CO2-gemäß wäre einfach an der Tankstelle zu besteuern, da der Kohlenstoff im Sprit zu 100% durch Verbrennung als CO2 wieder rauskommt. Warum also ein kompliziertes Modell einführen. CO2-Steuer auf den Sprit und höhere Maut für die ausländischen Brummis, die hier nicht tanken - fertig! Aber dann bitte CO2-Steuer für jeden und alles, idealer Weise auch europaweit, dann können die EU-Abgeordneten was leisten für ihre Tagespauschalen.


    Aber na klar: Für Familie Paselaki, die eh i.W. von Transferleistungen lebt, darf die Fahrt mit den verhaltensgestören Kunden zu drei unterschiedlichen Sonderpädagogen nicht noch teurer werden...

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