Übliche Gewinnspanne Gebrauchtwagenhändler

  • Hallo zusammen, ich habe ein paar Fragen an Euch:


    1.) Welche Gewinnspanne (Verhältnis Verkaufspreis zu Einkaufspreis ohne Berücksichtigung etwaiger Mehrwertsteuer) haltet Ihr für a) üblich und b) angemessen, wenn


    aa) ein Gebrauchtwagenhändler in eigenem Namen an eine Privatperson (also mit gesetzlich nicht abdingbarer Gewährleistung) verkauft


    bb) ein Gebrauchtwagenhändler "im Kundenauftrag", also im Namen des Kunden als "Privatverkauf" ohne Gewährleistung an eine Privatperson verkauft.


    2.) Sinkt oder steigt die (oben definierte) Gewinnspanne in Abhängigkeit von der Höhe der Preise?


    Steinigt mich bitte nicht, wenn ich den Begriff der Gewinnspanne nicht betriebswirtschaftlich korrekt definiert habe.


    Ach ja, es geht natürlich immer um Porschehandel (falls das Einfluss auf das Ergebnis hat).


    Danke und viele Grüße :wink:


    Flo

  • Ich denke den Unterschied zwischen deiner definierten "Gewinnspanne" zwischen Verkauf an "Gewerbe" bzw. "Privat" ist absolut und nicht prozentual.


    Soll heißen:


    Der GW-Händler sichert sich selbst durch einen erhöhten Kaufpreis oder über eine Gebrauchtwagenversicherung / Gewährleistungsrisikoversicherung ab. Der Preis dieser Versicherungen richtet sich nach Hersteller/Modell/Baujahr/KM-Leistung et cetera.


    Für ein Brot und Butter Auto liegst du bei ca. 250€ pro Jahr für die GW-Versicherung. Bei einem Porsche natürlich mehr...


    Vielleicht hilft dir das ja :wink:

  • Wenn das Auto im Kundenauftrag verkauft wird, bekommt der Händler doch nur eine vergleichsweise geringe Provision quasi als "Stellplatzmiete", die der Privatverkäufer mit dem Händler inidviduell ausgehandelt hat. Den Verkaufspreis bestimmt der Fahrzeugbesitzer.


    So stelle ich mir das vor, hab aber keine Ahnung, obs tatsächlich so ist.


    Kannst mir gerne die Fahrzeugdaten zu schicken, dann teile ich Dir den Listen-Händlereinkaufs- und Verkaufspreis mit.


    Grüße


    Conny

  • Hi Conny,


    so wie Du hätte ichs mir eigentlich auch vorgestellt, hab aber ebenfalls keine Ahnung. Glaube aber, dass manche Verkäufe im "Kunden"auftrag in Wahrheit so laufen, dass der "Kunde" der Spezl vom Händler ist, und der Händler so versucht, durch das Zwischenschalten einer Privatperson die Gewährleistung auszuhebeln.


    Meine Frage ging aber eigentlich mehr in die Richtung, ob man sagen kann, der Händler schlägt im Schnitt z.B. 5, 15 oder 50 % drauf, und beim Kundenauftragsspiel sinds im Schnitt nur z.B. 3, 13 oder 30 %. Oder es ist allgemein fahrzeugabhängig (schicke Dir PN) oder preisabhängig (z.B. bei Kisten bis 5.000 € ein Tausender, 5-15T€ zweitausend usw.)


    Habe aber, wie gesagt, keine Ahnung, daher meine Fragen.


    Grüße


    Flo

  • Morgen


    die Gewinnspanne wird niemals als feststeheneder Betrag definiert sein. Es wird sich immer nach dem Einkaufspreis richten. Der Händler ist selbstverständlich immer bemüht so günstig wie möglich einzukaufen und so teuer wie möglich zu verkaufen.


    Bei einigen Wagen wird er 50 % Spanne erzielen bei anderen nur 5 %. Das Spiel mit Gebrauchtwagen ist letztendlich sehr schwierig und wird auch immer schwieriger, weshalb man auch eine gewisse Verkäuferklientel findet und dazu kommt das viele auchg noch sehr gute Gebrauchte lieber ins Ausland als Export verkauft werden da die Gewährleistung ein unberechenbares Problem ist.


    Gruß Toni

  • Hi,


    hab nochmal ein bisschen in "der Theorie" nachgeschlagen, hier geht man von verschiedenen (optimalen) Soll-Kennzahlen aus:


    Bruttoertrag = 10% (oder auch DB1 oder Handelspanne genannt)
    Betrieberergebnis pro Gerbrauchtwagen = 200€
    Standkosten pro Tag = 15€
    Lagerdrehzahl pro Jahr= 6-mal


    Der Verkauf ("im Kundenauftrag") ist in den meisten Fällen ein Umgehungsgeschäft, deswegen bleibt die Gewährleistung bleibt trotzdem erhalten wenn es hart auf hart kommt.
    Finde ich immer wieder witzig und sehr dubios, kommt eigentlich auch nur bei Autos vor,die die Mindestanforderungen einer GW-Garantie nicht erfüllen (z.B. zu hohe KM Leistung, Alter, sonstige Mängel).


    Also um auf deine Ausgangsfrage zurück zu kommen: Die durchschnittliche Handelsspanne sollte bei über 10% liegen. Es kann allerdings auch mal sein, dass er einen GW auf "0" durchschieben muss um sich sein Betriebsergebnis nicht zu versauen.


    Die Ersparnis des Händlers bei "Privatverkauf, im K.A." dürfte die höhe der GW-Garantie sein.


    :wink:

  • Ifo ist mir schon ein wenig vorgekommen, rechtlich kann vor Gericht das "aa" und das "bb" schnell auf das gleiche herauskommen; man sagt, wenn ein Händler auch nur im Kundenauftrag involviert ist, das Auto aber bei ihm auf dem Hof steht, dass das Fahrzeug "durch Meisterhände" gegangen ist und daher Sachmängelhaftung/Gewährleistung anfällt, so oder so...
    das kapieren aber auch viele Händler nicht und versuchen, so wie ihr richtig gedeutet habt, damit die Haftung zu umgehen...


    ansonsten würde ich sagen zu:


    A. 0%
    b: 100%


    ]:-)

  • Jetzt mitmachen!

    Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!


    • Registrierte Mitglieder genießen die folgenden Vorteile:
    • ✔ kostenlose Mitgliedschaft
    • ✔ weniger Werbung
    • ✔ direkter Austausch mit Gleichgesinnten
    • ✔ neue Fragen stellen oder Diskussionen starten
    • ✔ Nutzung des PFF-Marktplatzes
    • ✔ schnelle Hilfe bei Problemen
    • ✔ Bilder hochladen und Umfragen nutzen
    • ✔ und vieles mehr...