Unfall - Ärgerlich - Versicherungsbetrüger?

  • Hallo!


    Also heute ist es passiert und ich bin jemandem hinten aufgefahren ?:-(


    Ich fuhr mit ca 40 hinter einem Skoda Fabie her. Dann kamen wir zu einer riesigen "Kreuzung" (also eine riesigbreite Nachrangsstraße mündet auf eine 4 spurige Vorrangsstrasse): gekennzeichnet mit einem Vorrang geben.


    Der Skoda fährt ca 30 Meter vor dem Vorranggebenschild und guckt sogar noch nach links ob da was kommt (Vorrangsstrassenautos hatten ROT und standen alle noch bei der Ampel die ca 100 Meter entfernt war)... Skoda fährt weiter mit ca 40 (ich dahinter mit ca 15 Meter Abstand) schau kurz nach links (sicherungsblick) wieder zurück... steht der Skoda halb schon heraußen auf der Vorrangsstrasse mit roten Bremslichtern vor mir. Es war zu dieser Zeit Kein Auto auf der Vorrangsstrasse... und man hat eine wunderbare Einsicht auf das ganze Straßengeschehen


    Ich knall rein (die muss so fest in den Bremsen gestanden sein.. der Skoda hat sich nicht mal irgendwie bewegt) Es ging BUMM und eine Sekunde später (ist nicht übertrieben es war nicht länger) steigt der Beifahrer aus mit dem Handy am Ohr und ich höre ihn lautstark bereits mit der Polizei telefonieren :eek:?:-(


    Gut! ich stege aus; geh zur Fahrerin und Frage ob alles in Ordnung sei; diese Antwortet mit ja. Nach meiner Frage ob die Herrschaften vielleicht einen Unfallbericht mit sich führe bekam ich nur die Antwort.. die Polizei kommt gleich.. ab da wurde nichts mehr mit mir gesprochen. Ich konnte plötzlich, während dem warten, hören wie er zu ihr flüsterte "Jetzt haben wir einen Gewinner HAHA"


    Gut Polizei trifft ein: Ist jemand verletzt.... auf einmal beide: Ja Kreuzschmerzen und Genickschmerzen und schlecht und wir habens eh beide min Kreuz..... die waren höchstens 30 ..... und sie wissen nicht ob sie verletzt sind etc etc.....


    Plötzlich meinten sie ich habe telefoniert! Ich antwortete " Selbst wenn, ich habe eine Fix verbaute Freisprecheinrichtung"... dann kam wieder sie seienn verletzt.


    Nach 3 maligem Fragen des wirklich netten Polizisten haben sie einen Rettungswagen abgelehnt.... aber immer wieder betont, daß sie nachher ins Spital fahren würden.


    Am Schluss hat mir sogar schon der Polizist fast recht gegeben.


    Naja mal sehen was da raus kommt!
    Mir wäre lieber gewesen ich hätte mich mit 100 in der Leitplanke eingebaut weil ich dann der Idiot wäre ... aber so ärgert es mich. Ich frage mich wie man auf so eine Idee kommt "aha ein Porsche na der kann si des eh leisten???"


    lg


    bernhard

  • Anwalt und dann weiterschauen. So einfach kommt man auch nicht an Geld wegen angeblicher Schmerzen, das klären ggfs. Gutachter vor Gericht. Und falls die doch damit durchkommen, muß die Haftpflicht zahlen...

  • Ich würde gegenüber der Versicherung klar zur Sprache bringen, daß es sich um Unfallbetrüger handeln könnte


    Außerdem gilt (zumindest in Deutschland, Quelle : ADAC) :


    "
    Bei einem Auffahrunfall geht man in der Regel davon aus, dass der Auffahrende zu schnell war und zu wenig Abstand zu seinem Vordermann gehalten hat. Es spricht daher zunächst einmal der so genannte „Beweis des ersten Anscheins“ für die Schuld des Auffahrenden.


    Der ideale Autofahrer muss sich vorausschauend im Straßenverkehr bewegen und einen Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einhalten, der es noch erlaubt, auf unvorhersehbare Ereignisse zu reagieren.


    An einem Auffahrunfall hat nicht unbedingt der Auffahrende schuld, denn Schuld hat immer derjenige, der vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Verkehrsregeln verstoßen und dadurch den Unfall verursacht hat. So kann die Schuld auch beim Vordermann liegen, wenn er völlig unvermittelt eine Vollbremsung macht und dadurch den Unfall verursacht. Die Schuldfrage ist von den Umständen des Einzelfalls abhängig.


    Vorsicht: Es gibt viele Betrüger, die sich den „Beweis des ersten Anscheins“ zu Nutze machen und bewusst Auffahrunfälle provozieren!


    Auszug eines Urteils des KG vom 13.02.2006, AZ 12 U 470/05


    1. Treffen starkes Bremsen ohne zwingenden Grund sowie Unaufmerksamkeit und/oder unzureichender Sicherheitsabstand zusammen, so fällt der Beitrag des Auffahrenden grundsätzlich doppelt so hoch ins Gewicht. Das führt dazu, das der Auffahrende vom Vorausfahrenden regelmässig Schadensersatz nach einer Quote von 1/3 verlangen kann.


    2. Die Mithaftung des Vorausfahrenden ist umso grösser, je unwahrscheinlicher ein starkes plötzliches Abbremsen ist.


    3. Vollzieht der mit einem Automatik-Fahrzeug nicht vertraute Vorausfahrende in einem Abstand von 75 - 100 m vor einer roten Ampel plötzlich eine Vollbremsung, weil er mit dem linken Fuss - in der Vorstellung, eine Kupplung zu treten - kräftig auf die Bremse tritt, kommt im Verhältnis zu dem unaufmerksam Auffahrenden eine Haftungsverteilung von 50 : 50 in Betracht. (Aus den Gründen: ...Je nach den Umständen des Einzelfalles kommt eine Haftung des Abbremsenden mit einer Quote von 1/2 oder sogar dessen volle Haftung in Betracht...).


    Quelle: ADAC


    "



  • Klingt unlogisch, ich glaube, es müßte heißen "wahrscheinlicher". ?:-(


    Ein guter Rat ist hier, aus den genannten Gründen ebenfalls sofort Ansprüche gegenüber dem gegnerischen Versicherung zu stellen. ;)



    Gruß, Stephan

    Was reg´ ich mich auf?!


    Hagen Rether

  • Hallo Bernhard,


    der Justiz sollte solch ein Verhalten nicht fremd sein. Ich selbst habe vor einigen Jahren so etwas ähnliches von einem Parkplatz aus beobachten können. Da haben drei Jungs absichtlich vor einer Kreuzung eine Vollbremsung hingelegt, damit der Nachfolger auffahren konnte. Oftmals sind diese Typen auch keine unbeschriebenen Blätter.


    Lass´ Dir das nur nicht gefallen und gehe mit Hilfe eines Anwaltes gegen die Typen vor.


    Viel Erfolg wünscht -

  • ...... habe gestern in der Nacht noch eine Schadensmeldung an meine Haftpflicht geschickt. Dienstag werde ich Ansprüche bei der gegnerischen Versicherung stellen; wollte dies eigentlich Online erledigen... aber aus dem Formular wird man nicht so schlau.


    Mir ist das die ganze Nacht noch durch den Kopf geschwirrt. Alleine schon wie sich die 2 verhalten haben war total komisch; habe einfach ein ungutes Gefühl. Werde mal meine Rechtsschutzversicherung einschalten.


    Hat das nicht nach dem schönen Wochenende passieren können *grummel*



    Was ich hier mal lobend erwähnen will: SO wenig die hintere Stoßstange seitlich aushält; so MEHR gefällt mir die vordere. Diese steckte so richti im Skoda drinnen, hat aber jetzt vom äußeren Anschein, außer diversen Kratzern, keinen so großen Schaden genommen. OK. das Kennzeichen ist ziemlich hinüber; die Halterung hat es runtergefetzt ----> OHNE KENNZEICHEN VORNE SIEHT DER BOXSTER NOCH GEILER AUS *fg*


    lg bernhard

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