Welche Uhren sind angesagt?

  • Hallo, zusammen,


    Dieser Beitrag soll eigentlich nicht dazu dienen, ein Bild von der 100.000sten Rolex zu posten. Ich möchte euer Augenmerk aber auf eine „hidden gem“ lenken, die Explorer Ref. 14270. Und zwar aus zwei Gründen: Einmal war es meine erste Rolex und vielleicht ist die Geschichte von damals nicht ganz uninteressant, zum zweiten, weil es sich um ein (zumindest für meinen Geschmack) feines Ührchen handelt und sie gebraucht, natürlich nur aus seriöser Quelle, durchaus noch erschwinglich ist.


    Die Uhr wurde gebaut zwischen den Jahren 1989 und 2000 und gehörte damals zu den wohl unbeliebtesten Stahl-/Sportmodellen, in der Unbeliebtheit vielleicht nur übertroffen von der (damaligen) Air-King und gleichauf mit ihrem Schwestermodell, der Explorer II.


    Wie schon erwähnt, war es meine erste Rolex, gekauft bei Rüschenbeck in Münster im Dezember 1994 (siehe Bild) für 2.800 D-Mark (= ca. 1.430 €), was damals, zumindest für mich, nicht wenig Geld war. Der Listenpreis betrug (siehe auch das Bild mit dem Preisschild) 3.225 DM, umgerechnet etwa 1.650 €. Für die jüngeren unter uns: Es gab Zeiten, da konnte bei einem Besuch beim Konzessionär eine Auswahl von Uhren angeschaut werden, eine passende ausgewählt, bezahlt (in der Regel mit einem kleinen Rabatt (bei mir damals knapp 15% auf den Listenpreis)) und mitgenommen werden! Oder wenn eine Uhr nicht im Geschäft vorrätig war, so wurde die gewünschte Uhr bei einer Filiale in einer anderen Stadt bestellt und lag am nächsten Tag dann im Geschäft zur Ansicht bereit. Das galt aber nicht für ein Stahlmodell, die „Daytona“ (offiziell „Cosmograph Daytona“); allerdings war es damals auch nicht so schwer, mit einer einigermaßen akzeptablen Wartezeit an diese Uhr zu kommen. Ich hatte mich Anfang 1997 bei Wempe in Köln auf die Warteliste für diese Uhr setzen lassen, 500 DM angezahlt und im Sommer 1999 den Anruf erhalten, dass ich meine Uhr abholen könne.


    Die gezeigte Explorer ist eine sogenannte „S-Serie“, gefertigt wohl 1993, noch mit durchbohrten Hörnern. Erkennbar auch daran, dass unterhalb der „6“ der winzige Schriftzug „T SWISS – T < 25“ auf das Zifferblatt aufgedruckt ist (siehe Bild). Spätere Exemplare dann nur noch mit „Swiss“ und danach „Swiss Made“.


    Wer sich übrigens noch ausführlichst über diese Ref. 14270 informieren möchte, hier ist ein link dazu:


    https://www.hodinkee.com/artic…erything-you-need-to-know



    Übrigens: Später, ab dem Jahr 2010, hatte die Explorer dann auch einmal einen Gehäusedurchmesser von 39 mm, dem Geschmack der Zeit entsprechend (Ref. 214270). Ich empfand die Uhr mit dieser Gehäusegröße als unharmonisch. Die aktuelle Explorer (Modell 2021 mit der Ref. 124270) ist auch wieder mit kleinerem Gehäuse unterwegs, wieder mit 36 mm). Aber das ist eine andere Geschichte.


    Zum Abschluss noch ein Bild von der aktuell getragenen Uhr, auch ganz nett, eine goldene Omega aus den späten 50iger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Was mir gerade auffällt, auch mit arabischen Ziffern, bei 3, 6 und 12, ähnlich wie bei der Explorer (3, 6 und 9).


    Herzliche Grüße


    Rolf

  • Was genau begeistert so an der Uhr ?:-(

    Das ist das 70er Jahre Design. Die Dinger sind so hässlich, dass sie schon wieder schön sind


    Wie schrieb ich ? So hässlich, dass sie schon wieder schön sind (ist).

    Das sieht Zenith scheinbar ebenso und baut genau das Teil wieder - auf 250 Stück limitiert:


    https://www.neueuhren.de/zenith-defy-revival-a3642/


    ...........ich schick die jetzt mal zum Vintageservice und zwecks Stammbuchauszug zu Zenith.


  • War gestern mal wieder bei einem Konzi und habe versucht eine goldene Daytona mit Kautschukband ans Laufen zu bekommen.

    Die Reaktion des Konzis sollte ja bekannt sein.........und derlei Vorgehen wie oben befeuert den Sachverhalt natürlich ungemein

    Ich finde es einfach zum kotzen


    Mal so von der Seitenlinie: ohne das so stark kritisierte, ja fast schon als ethisch nicht vertretbar verurteilte Spiel mit den üblichen Verdächtigen wäre Dein Interesse an der Daytona, mit der verbundenen Enttäuschung über die Wartezeit, wahrscheinlich nicht ganz so groß.