944 auf der Rennstrecke

  • Hallo, insbesondere an Uli und Tom, und alle anderen, die Ihren 944 schon mal auf der Rennstrecke bewegt haben.


    Ich habe mal dieses neue Thema angefangen, weil wir oben im 944 Forum diese Thematik gerade angeschnitten haben, und ich ein paar Frage hätte.


    Insbesondere geht's mir um eine "Problematik", die ich bei meinem 944 gerne etwas besser in den Griff bekommen würde.


    Es ist die schon angesprochene Eigenart, daß der 944 beim Anbremsen und gleichzeitigem Einlenken extrem dazu neigt, mit dem Hintern wegzugehen. Ich habe darüber bereits mit mehreren Leuten auf der Nordschleife gesprochen, die selber mit einem 944 unterwegs sind, und es scheint ein allgemeines 944 Phänomen zu sein, nicht nur mein eigenes.


    Ich selber habe jetzt schon festgestellt, daß die Reifen diese Tendenz verstärken können. Ohne darauf eingehen zu wollen, welchen Mißgriff bei den Reifen ich gerade begangen habe (peinlich, peinlich... still.gif ) ist es doch so, daß mit meinen neuen Reifen diese Tendenz noch wesentlich stärker ausgeprägt ist, als mit den Bridgestone RE71, die ich vorher drauf hatte.


    Läßt sich diese Eigenart durch andere, evtl. auch breitere Reifen auf der Hinterachse etwas entschärfen? Ich habe momentan noch die Serienbereifung auf meinem 944, vorne und hinten 215/60 R 15. Eigentlich müssten breitere Reifen hinten (ich denke an 16 oder 17 Zoll Felgen) diese Eigenart doch mindern?


    Habe auch schon gehört, daß man entgegen dem, was man vermuten würde, die Hinterachse mit möglichst viel Gewicht belasten soll? Ich habe die Kiste hinten komplett leer gemacht. Reserverad raus, Werkzeug raus, Teppich mit dicker Isoliermatte raus, Oberteil der Rücksitzbank raus, alles leer hinten.


    Was mir auch auffällt ist, daß der 44er bei sehr starkem Anbremsen einer Kurve hinten recht unruhig wird. Hängt vermutlich mit obigem zusammen, und wird daran liegen, daß er hinten zu leicht wird?


    Mir ist schon klar, daß man als sehr guter Fahrer die Bewegungen des Hecks beim Bremsen und Lenken auch gewinnbringend nutzen kann. Aber momentan (mit meinen neuen Reifen) ist diese Tendenz so extrem, daß es schon manchmal fast gefährlich ist.


    Nun ist es nicht so, daß ich permanent in Kurven hineinbremse. Für gewöhnlich lenke ich erst ein, wenn das Anbremsen abgeschlossen ist, und durchfahre fast jede Kurve mit Gas. Es gibt aber auf der NS ein paar Stellen, an denen man schon einen leichten Bogen fährt, bevor die eigentliche Kurve kommt. Dort muß ich jetzt immer versuchen, den Bogen so gerade wie möglich zu durchfahren, weil sonst beim Bremsen aufgrund des nur minimalst eingeschlagenen Lenkrades schon der Wagen quer steht.


    Welche Felgen- und Reifengrößen würdet Ihr empfehlen?


    Mit den Luftdrücken kämpfe ich auch, bei meinen jetzigen Mist-Reifen bin ich bei kalt 2.0 bar vorne und 2.4 bar hinten. Weniger Druck sollte eigentlich noch besser sein, aber dann werden die blöden Dinger zu labil. War bei den Re71 anders.


    Viele Grüße,


    Heiko
    http://www.944-fans.de

  • Hallo Heiko,


    Gute " Ratschläge " zum Thema Reifen / Luftdruck / Gewicht + oder -,........
    bei PORSCHIS allgemein...(für die Rennstrecke)


    Werde mich dazu nicht "in aller Öffentlichkeit" äussern..


    ich befürchte es gibt wieder unendliche Diskusionen.. vor allem von " Fahrern ",die nix aber auch gar nix davon verstehen bzw. alles " besser " wissen...


    PS.: TOM (Transaxle) kennt diese Problematik leider auch.....



    Gruss Uli


    per.e-mail kann Mann/Frau neine Antwort anfordern. >lupino-us@t-online.de>


    ..




    > ein Turbo ist durch nichts zu ersetzen, höchstens durch einen zweiten <


    937 GT.Race , 928 xx, ...>>>...und noch mehr..
    .

  • Hallo Uli,


    schade, daß man (ich...) nicht mitlesen kann *schnief*


    Aus meiner Erfahrung mit Heckgetriebenen Fahrzeugen, allerdings nicht auf Rennstrecken sondern in der Stadt (mit Taxen....):
    Die 200er W124 waren gutmütiger und besser um die Ecken zu bringen als die 190er W201.
    Die 190er sind total giftig, sobald es auch nur minimal glatt wird, z.B. durch Wasser oder hauchdünnen Schnee. Die Fahrwerkskonstruktion an sich ist aber praktisch gleich.
    Auch in langezogenen Kurven neigt der 190er eher zum wegdrehen.
    Aus dem Gefühl heraus (Popometer sozusagen) fühlte sich das hinten einfach zu leicht an. Jetzt ist der 190er deutlich kürzer und der 200er hinten "fetter" mit mehr Masse durch dickes Heck (=viel Blech). Also ist der 190er hinten wirklich deutlich leichter.


    Beim Bremsen wird das ja noch zusätzlich unterstützt, da durch die "dynamische Achslastverlagerung" beim Bremsen mehr Last auf der Vorderachse liegt als beim normalen Fahren.
    Außerdem hast Du den 944er besonders hinten erleichtert, was diesen Effekt betont.
    Wie verhält sich den der 911er auf der NS? Der hat ja den Motor hinten, was für völlig andere Verhältnisse sorgt.
    Und wir wissen (spätestens nach dem Sicherheitstraining in Weilerswist), daß die hinteren Räder für die Seitenführungskraft zuständig sind.
    So, und jetzt?
    Hast Du die Möglichkeit, die Last auf den einzelnen Achsen zu wiegen? Möglichst mit Fahrer...
    Dann vielleicht ein bisschen Masse (20-30 ... 50 kg?) gezielt möglichst auf die Hinterachse und mal schauen, ob es beim Fahren zu Veränderungen kommt.
    Theoretisch müßte man doch schon Unterschiede durch ganz vollen und ganz leeren Tank feststellen.
    Tja, kann oder muß man Fahrwerkstechnisch etwas machen?
    Stabis verhindern die Seitenneigung der Karosserie. Diese Seitenneigung müßte ja auch (mit) Verantworlich für die Entlastung des kurveninneren Hinterrades sein. andere/stärkere Stabis?
    Ein tieferer Schwerpunkt könnte vielleicht auch helfen.


    Naja, bin ja mal gespannt, was da noch kommt.
    Viele Grüße
    Holger



    --
    '88er 924S LeMans
    GE HH 924


    http://www.holgerhollmann.de

    --
    früher '88er 924S LeMans
    zurzeit ohne Porsche :-(

  • Hallo Heiko.


    Die Problematik, die Uli angesprochen hat existiert leider wirklich. Aber das schöne am Motorsport ist ja, das es keine B-Wertung für den künstlerischen Ausdruck gibt, sondern das am Ende vergleichbare Zeiten rauskommen - und der Schnellste hat immer Recht. headbanger.gif


    Hat Dein 944S ein Sportfahrwerk ? Wäre hilfreich, um der bereits erwähnte Nick-Neigung entgegenzuwirken. Ohne sackt er vorne ein und geht hinten hoch. Verstärkt durch die Massenbeschleunigung.


    Den Luftdruck stelle ich auf 2,0-2,5 bar (warm) ein. Deinen Kaltluftdruck musst Du selber durch probieren rausfinden (warm fahren, luftdruck einstellen, abkühlen lassen - messen). Werte deutlich unter 2 bar sind normal.


    Balast würde ich nicht unbedingt einladen. Aber alles nach hinten an Bord ist. Vielleicht die Batterie in die Reserverad-Mulde ? Reserverad in den rechten Seitenkasten ? So ist PAG beim 924 GTS das Problem angegangen.


    Ansonsten erziele zumindest ich bessere Zeiten, wenn der 944 sehr "rund" gefahren wird. Möglichst ohne Korrekturen das Auto "tragen". Der 911 lenkt besser ein und beschleunigt auch besser aus engen Kurven. Dadurch kann er viel "eckiger" gefahren werden. Ist beim 944 tödlich. Gerade enge Stellen fahre ich mit den Autos (911 vs. 944) auf verschiedenen Linien.


    Aber wie gesagt, alles nur subjektive Erfahrungswerte - am Ende zählt keine Theorie - sondern nur die Zeit... thumb.gif

  • hier ein Paar Infos die ich zum einem Ami geschickt habe. allerdings ich habe genau das gegenteilige Problem als Du. Mein Wagen Untersteuert mit 235/40-18 vorne und 265/35-18 hinten.
    ich habe den 19 mm einstelbaren Stabi hinten von dem 968 CS M030



    Konstantin


    from what i heard till now I have many different options.
    1) throw away teh progresive spring front as tehy are not good and do not
    work.
    2) go to bigger 245 tires front.
    3) change the torsion bars
    4) change only the sway bars front
    5) change the sway bars on the rear only
    6) change both sway bars
    7) let everything as it is and just play with the tire pressure first ( I
    think this make a lot of sense)

  • Hi Konstantin,


    ich denke Trick 7 würde auch Dir helfen. Vorn mit dem Luftdruck runter und hinten hoch. Irgendwann wird er dann schon übersteuern coolanim.gif


    Oder das Untersteuern mit leichtem Links-Bremsen einfangen. Ist der beste Weg, um in Oschersleben einen 944 um diesen Kreisverkehr nach Start/Ziel zu bringen...

  • Hi Tom,


    das Spielen mit dem Luftdruck ist eine Sache die viel helfen kann - die andere sind die Reifen selber. Wenn die nicht gut sind, kannste Drücke testen bis du schwarz wirst.
    Ich war mal mit Bridgestone Expedia S01 auf dem Ring.
    Das von Dir angesprochene Bremsübersteuern hatte ich auch (hat doch jeder, oder?) und wüsste nicht was dagegen tun.
    Die dynamische Achslastverschiebung kannste nicht aufheben und ansonsten sind die 44er und 68 sehr gut ausbalanciert.


    Zurück zu den Reifen: der S01 war saugeil aber mit einem extrem schmalen Grenzbereich. Jetzt fahre ich Dunlop SP9000 und war den Tränen nahe biggrin.gif als ich das erste Mal damit im Kreis gefahren bin.
    Mein traumhaftes fühlte sich plötzlich weich an, ich hatte extremes Untersteuern beim einlenken und war viel langsamer (beide mit ca. 2,5 bar warm vorne und hinten).


    Fazit: Spare nicht bei den Reifen (meine sind auch noch Testsieger in SportAuto gewesen!!) --> die nächsten heissen Pirelli PZero Rosso.


    Gruß Chinese grinser3.gif


    P.S.: Verkaufe einen Satz Dunlop SP9000 (gebraucht) bigsmile2.gif

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