Posts by CarCosmetik OB

    Das Thema Adhäsion ist wirklich ein sehr interessantes Thema. Das Thema „kovalente Bindung“ von Beschichtungen ist ebenfalls sehr interessant.


    Ein glatter, polierter Lack, den man nicht schützt (oder nicht schützen muss), ist wirklich super. Fragt sich nur, für wie lange! Ob es jetzt besser ist, einen ungeschützten Lack öfter zu polieren, weil er nicht geschützt ist - oder ob man einen gut polierten Lack lieber schützen sollte, um ihn eben nicht so oft polieren zu müssen, kann ja jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt da aber natürlich Umstände, Tatsachen oder Fakten zu.

    Geri du hast absolut Recht. Eine Erläuterung, eine schriftliche Pflegeanleitung, Equipment und Material (oder Bezugsquellen) gehören bei der Übergabe, des Fahrzeugs an den Kunden, dazu.


    Was das 10H Coating angeht, so gilt da auch, dass es auf den Untergrund, bzw. die Lackhärte, ankommt. Auf einem unischwarzen BMW Lack (sehr hart) habe ich nach 14 Monaten Handwäsche keine Waschkratzer gesehen. Auf einem unischwarzen Audi (komplett neu lackiert / butterweich) waren Waschkratzer zu sehen. Allerdings fängt das Coating sehr viel ab. Es kommt aber auch immer auf die Trocknung des nassen Lacks an. Ich trockne immer mit Wasser, weicher Strahl (geschlossen ablaufender Wasserfilm) und tupfe die restlichen Tropfen mit dem blauen Tornador Tuch ab. Manche reiben da wild auf dem Lack rum. Ich halte davon nix. Zumal man auf dunklen Lacken dann die Wischschlieren vom feuchten Tuch sieht. Hinzu kommen mögliche Kratzer durch die Reibung.


    Abschließend möchte ich sagen, dass ein Aufbereiter die zukünftige Kratzerfreiheit an Fahrzeugen (egal ob Museumsstück oder Daily Driver) nicht gewährleisten kann. Selbst die Automobilhersteller, die mit kratzfesten Lackierungen werben, können das nicht. Ich fände es unfair, wenn der Aufbereiter dann bluten muss, weil da im Anschluss irgendwann wieder leichter Kratzer zu sehen sind.

    Es sei denn, er hat den Mund zu voll genommen, sich zu weit aus dem Fenster gelehnt und Aussagen getätigt, die falsch waren, bzw. Versprechen abgegeben, und damit dann Kunden gefangen. In dem Fall ist so eine Nachbesserung dann Lehrgeld für ihn.


    Pa. Geri, ist das nicht traurig, wenn der Aufbereiter dem Distributor die Materie erklären muss? Das ist leider keine Seltenheit.

    Ok f12 tdf war gemeint. Den 512 tr /512m / Testarossa gibt’s ja auch. Aber hast recht, der tdf wird wohl irgendwo stehen ... wie fast alle.


    Es gibt übrigens eine Kontaktlose Waschstraße. Die nennt sich LaserWash.

    Allerdings funktioniert das nicht bei starkverschmutzten Fahrzeugen. Die eingesetzten Reiniger müssen wohl auch sehr stark und überdosiert sein. Danach wird nur mit Hochdruck gereinigt. Wie und ob das bei einem beschichteten Fahrzeug aussieht / funktioniert, bei dem das Abperlverhalten und das Ablaufverhalten super funktioniert und der Schmutz kaum haftet, weiß ich nicht. Das wäre mal interessant. Problem sind dann aber immer noch die Reiniger.

    Autoblitz Mayer sind alte Hasen und lange im Geschäft mit viel Erfahrung auch im Oldtimersegment. Das die kein Coating anbieten, liegt sicher daran, dass man nicht jeden Trend mitmachen muss.

    Schlecht finde ich das nicht.


    Lutz Burow ist ebenfalls eine gute Anlaufstelle. Er macht gute Arbeit.


    Ininite Gloss kenne ich nur vom Namen her. Kann ich nichts zu sagen.


    Zum Thema „hält nur 2 Wäschen“ oder „wenn es länger hält, ist es schlecht fürs Geschäft“ oder generell zum Thema „Langlebigkeit / Langzeiteffekt einer Aufbereitung“ kann ich nur sagen, dass ich Menschen, die Pfuschen, nicht ernst nehme. Jeder Kunde, der bei mir anständig Geld lassen möchte, also bereit ist, eine hohe Investition in sein Fahrzeug zu tätigen, wird vorab interviewt. Möchte er im Anschluss sein Fahrzeug nicht angemessen pflegen, also durch die Waschstraßen reisen, rate ich entschiedend von einem hochwertigen Programm ab! Ich sehe das nicht ein, dass jemand viel Geld für die Beseitigung von Spuren und eine hochwertige Aufbereitung zahlen soll, und anschließend wieder den Fehler macht und das Ergebnis ruiniert. Wahrscheinlich ist es dann sogar der Aufbereiter schuld, der nicht gut gearbeitet hat. Das schenke ich mir. Durch diese Art der Beratung habe ich mindestens genau so viele Aufträge abgelehnt, wie ich angenommen habe. Die richtige Beratung gehört dazu. Ich empfehle dann nach Bedarf lieber eine kleinere Nummer.

    Andersrum funktioniert es auch meistens, wenn die Kunden dann im Anschluss das Fahrzeug richtig pflegen. Klar, es gibt auch welche, die bei der Handwäsche alles falsch machen und nicht an die Empfehlungen und Hinweise halten. Da funktioniert es dann nicht so gut mit der Langlebigkeit. Wenn ich eine hochwertige Aufbereitung verkaufe, zahlt der Kunde nicht nur meine Zeit und die Materialien, sondern auch die Langlebigkeit. Ich denke, es wäre noch schlechter fürs Geschäft, wenn das Ergebnis dann eben nicht langlebig ist.


    Was die Anzahl der guten Detailer bundesweit angeht, so sind in den letzten Jahren doch einige dazu gekommen. Das war vor 3-4 Jahren noch anders. Klar ist das Verhältnis zwischen denen, die sich High End Detailer nennen und denen, die es dann auch tatsächlich erfüllen, noch groß. Aber dennoch sind einige gute dazugekommen.


    Zum Thema Waschstraße kann ich sagen, dass es sicherlich gepflegte Waschstraßen gibt, die den Schaden geringer halten, als total verschmutzte Waschstraßen. Aber auch hier muss ich sagen, dass es Menschen gibt, die bei der „Handwäsche“ mehr Schaden anrichten, als die Waschstraße. Da gehts dann meist um tiefere Kratzer. Das Thema „Trocknung“ ist auch sehr wichtig. Bei einer guten Versiegelung nutzt man den Effekt des geschlossenen Wasserablaufs (trocknen mit Wasser). Die restlichen Tropfen tupft man dann ab. Reibung ist eine mechanische Belastung, die Kratzer erzeugen kann.


    Keramik-Rhein-Main du meinst f12 tdf oder 512 TR? Die tdf, die frisch aus dem Werk kamen, sahen oft aus, als wären sie 5-7 Jahre alt. Voller Kratzer und Hologramme. Im Werk sind nicht nur Profis am Werk.