Die Zukunft der Besitzer klassischer Porsche in den Städten

  • Das Thema Fahrverbote, und die letzten Gerichtsentscheide bzgl. ausgehobeltem Bundesimmissionsschutzgesetz, sind ja allgegenwärtig.


    Interessant ist, dass dies hier kaum Thema ist, denn ... wenn es ganzflächig umweltzonenbezogene Fahrverbote in Köln oder FFM usw gibt, sind bei jenen Städten (und auch teils anderen) ebenso die klassischen Luftgekühlten Benziner bis einschl. Euro 2 betroffen.

    Ob weiterhin Fahrzeuge mit H-Kennzeichen freie Fahrt haben, soll ja den Städten überlassen sein, und selbst wenn ja, dann würde das Fahrverbot aber aufgrund Euro 2 die 964er und die 993er dennoch treffen.


    In solchen Städten gibt es in betroffenen Stadtteilen eine Masse an Besitzern, die jene Fahrzeuge dort in der Garage oder TG stehen haben.
    Da es scheint, dass heute die Verhältnismäßigkeit bei keinem Urteil in diesen Prozessen mehr Anwendung findet, kommt natürlich bestimmt bei vielen direkt betroffenen in jenen Zonen die Frage auf: "Wie komme ich dann überhaupt aus der Garage?"


    Kleine Annahme wäre, dass die Masse der Bürger eh denkt, dass es ja nur um Diesel geht und H-Kennzeichen generell freie Fahrt haben. So bekomme ich es von vielen mit.

    Aber neben einer möglichen (irrsinnigen) Kameraüberwachung kann bei machen Charaktergruppen, die sich in der heutigen Hysterie bestätigt fühlen, sodann ein Denunziantentum entstehen, wie es bei manchen anderen, eigentlich belanglosen Dingen auch schon immer mehr erkennbar ist.

    Dann wirkt der unwissende F-Modell, G-Modell und 964er oder 993er usw -Besitzer schnell irritiert, wenn wohlmöglich in Zukunft vom Amt die Post kommt, da er raus aus seiner Garage direkt aus der Zone herausfahren ist.


    Weiter wäre es interessant zu wissen, wie Ihr das Thema Oldie-Zukunft generell seht. Laut CO2-Neutralität, Verzicht auf fossile Brennstoffe usw usw, denke ich, wird in den kommenden 20 Jahren alles recht erschwert. .... Auch wenn ich nicht glaube, dass es dann kein Benzin mehr geben wird, ... aber viell. liege ich da auch falsch.

    Bei Hart aber Fair war vor einigen Wochen klar zu erkennen, dass der Zeitgeist und die Aktivisten gar keine Toleranz dafür aufbringen, wenn leidenschaftliche Oldie-Besitzer wie Poschardt und Co. sagen, dass sie an solche einem älteren Auto eine "Seele" schätzen. Ok, war im Kontext der Sendung auch etwas unklug herübergebracht, wo Neubauer und Co. hofiert werden. Aber ... all die vergangenen Monate und Wochen zeigen einen klaren gesellschaftlichen Trend, der von immer mehr Menschen unterstützt wird, die zum größten Teil übrigens vom Auto unabhängig sind oder eh die grüne Ideologie schätzen.

    - 911 SC 3.0, Bj 82, 180PS, unischwarz
    - VW Oval-Käfer Export, Bj 1955, 30PS, Stratosilber
    - VW Brezel-Käfer, Bj 1950, 24,5 PS, Grau

  • Die modernen Städter wollen mittelfristig gar keine Autos mehr zunächst in den Innenstädten, später vielleicht auch darüber hinaus in städtischen Ballungsgebieten..

    Gleich welche Antriebsart.

    Strassen sollen zurück gebaut werden und für den öffentlichen Verkehr und Langsamverkehr umfunktioniert werden, Parkraum soll verschwinden.


    Diese Bevölkerungsgruppierung nimmt zahlenmässig zu, ihre ideologische Haltung boomt, ihre Themen dominieren die öffentliche Diskussion und die Politik richtet sich danach aus, bzw. wird von dieser Gruppe entsprechend ihrer Vorstellungen gewählt.


    Für den Autonarr und Oldtimerfreund bedingen diese gesellschaftlichen Veränderungen ebenfalls Einschnitte und ggf. Reaktionen.

    Muss jeder selbst wissen, wie er darauf reagiert, persönlich und im Rahmen seiner politischen Mitsprache als Bürger.

    Porsche 981 BoxsterS basaltschwarzmetallic

    Mercedes Benz GLC 220d 4Matic diamantsilbermetallic
    Fiat Panda Twinair 4x4 cappucinobeige
    Basso Diamante Super Record, Simplon Kiaro Dura Ace, Simplon Cirex 29 XT, Specialized Vado 5.0, Scott Spark ERide 930


    "Glaube denen, die die Wahrheit suchen und zweifle an denen, die sie gefunden haben." (Andre Gidé)

  • aktuell wird eben diese fette sau durchs dorf getrieben. sorry, geschoben. ist ja leicht: da wird eine gesetzesnovelle geändert, toleranz auf null. und schon läuft der hase, sorry bürger mit seinem kulturgut.


    beim dieselskandal geschädigten rennen die offene türen ein - somit wird ohne wiederstand eine präzedenzfall geschaffen. den kann man dann (in einigen jahren) gegen den lieben, desinterssierten oder schadenfrohen dieselfahrer nutzen: alles vorhersehbar.


    ich sehe die politik wo ganz anders gefragt: öffis, fahrverbote um schulen, sperrung der innenstädte für durchgangsverkehr (besonders wenn die autobahnen / umgehungsstraßen dicht sind. förderung alternativer antriebe wie erdgas, lpg, etc. - nicht immer weitere gängelung und behinderung. viele dieser maßnahmen sind mittelfristig - helfen aber kurzfristig den schaden des einzelnen klein zu halten.


    aber über sinnvolles hat diese (und die nächste zusammengewürfelte) regierung ja nie diskutiert. nur immer bedingungslos gemacht was hosenanzug "honekers creative rache" in ihrem kleinen horizont verankern konnte. höchst gefestigtes mittelmaß eben.

  • ...ganz schöne Schwarzmalerei hier.


    Wie wär es einfach mit Garage ausserhalb der (irgendwann evtl. mal nicht mehr zugänglichen) Innenstadt anmieten, und von da aus in die Sonntags-Ausfahrt starten? Sind doch wirklich Luxusprobleme...


    einmal Sauger immer Sauger

  • Der ganze Sportwagenkram ist ein Luxusproblem, und sicher auch die Garage am Haus oder in der Wohnanlage.

    Aber erkläre im Moment dessen dies demjenigen, der sodann aus seiner Garage raus muss, die wohlmöglich 500m noch vor der Grenze innerhalb der Umweltzone steht und er dann außerhalb was mieten soll, ... bin sicher, er sieht das dann etwas anders, ... weil es dann ihn selbst betrifft.

    - 911 SC 3.0, Bj 82, 180PS, unischwarz
    - VW Oval-Käfer Export, Bj 1955, 30PS, Stratosilber
    - VW Brezel-Käfer, Bj 1950, 24,5 PS, Grau

  • Dann soll er sich Kraft seiner Möglichkeiten verhalten und sich darauf einstellen.

    Die Welt dreht sich weiter und irgendwann betreffen einen diese Veränderungen auch persönlich.

    Geht es nur um das Umparken eines alten Porsches, sollte der Aufwand überschaubar sein.

    Porsche 981 BoxsterS basaltschwarzmetallic

    Mercedes Benz GLC 220d 4Matic diamantsilbermetallic
    Fiat Panda Twinair 4x4 cappucinobeige
    Basso Diamante Super Record, Simplon Kiaro Dura Ace, Simplon Cirex 29 XT, Specialized Vado 5.0, Scott Spark ERide 930


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  • für mich geht es um etwas anderes und das nennt sich rechtssicherheit. in den letzten jahren haben wir uns in diesem schönen land angewöhnt dinge rückwirkend zu verbieten - und das ist blödsinn.

    mir geht es nicht um irgendwelche schikane. die gab es immer schon. der schraubendreher beim tüv (oh schade ein loch...) strafsteuer, abgasklassen, u-kat, g-kat, etc.! dadurch wurde die zahl dezimiert und später dann mit dem h belohnt. heute kommen viele regelungen einem verbot eines ehemals genehmigten artikels gleich. und das geht nicht. vor allem (im bereich auto/oldtimer) da die ach so bemühte obrigkeit ALLE möglichkeiten auslässt etwas zu bewirken. ich kenne leute die kaufen jetzt neue diesel da ja eh nix passiert und weil die günstig sind. sprich der rabatt höher. gleichzeitig werden geothermen nicht mehr genehmigt. oder gasumrüstungen in gebrauchtwagen oder, oder, oder.


    wenn an allen enden gedreht würde hätten wir dieses "luxusproblem" nicht. und genau darum geht es. dieses engstirnigkeit, dieses fokusieren ist reiner aktionismus. soll die untätigkeit verschleiern.