Ich glaube ich steige um: Mission E

  • Sehe ich ähnlich. Das Auto in seiner heutigen Form ist natürlich bezüglich Wartung und Verschleiß eine "cashcow".

    Ein Autohändler sagte mir das auch schon recht unverblümt, dass das Geschäft mit einem Wagen erst nach dem Verkauf beginnt. Die Margen der Händler selbst sind nicht mehr so prickelnd mit den ganzen Flotten-b, Branchen und Allgemeinrabatten.


    Die Werkstattintervalle sind daher beim Verkauf eines Fahrzeuges für die nächsten paar Jahre bereits Kalkulationsgrundlage; ebenso natürlich auch berücksichtigt, wie viele nach dem Kauf "fremdgehen" oder im Haus bleiben.


    Ergo: Ein Wegfall dieser Folgeumsätze muss irgendwo anders kompensiert werden und ich denke, das wird dann bereits im Verkaufspreis geschehen.


    Für den Händler ergibt sich daher eine Reduzierung des Werkstattpersonales, aber seine Handelspanne dürfte dann dennoch passen.


    Ganz entbehrlich werden Werkstätten wohl nicht werden, aber bezüglich der regelmäßigen Wartungsintervalle wird schon ein große Lücke klaffen.

    Das mit den Werkzeugen und Geräten sehe ich jetzt nicht so prägnant, da diese bisher auch schon immer einem technischen Wandel unterlagen, aber bspw. die ganze Wertschöpfungskette, die allein am Thema Motoren, Getriebe, "Abgase" etc. hängt, wird im Bereich der Zulieferer zu Masseninsolvenzen führen; es wäre auch nur Kl..gsch..ss..ei zu sagen: Hätten die mal auf den technischen Wandel reagiert. Bei manchen Firmen ist das schlichtweg "Schicht im Schacht."

    "Die zwei bedeutendsten Tage in deinem Leben sind der Tag an dem du geboren wurdest, und der Tag an dem du herausfindest, warum." k:greeting:

    Porsche: 96B Macan
  • Die Elektroautos waren bislang einfach nicht genug nachgefragt. Deswegen haben die Autohersteller folgerichtig auch nicht mehr angeboten. Trotz Subvention sind die eben im Vergleich zu einem Verbrenner den meisten Verbrauchern einfach teurer.


    Wenn jetzt durch die Androhung von Fahrverboten die Nachfrage steigt, gibt es auch mehr Fahrzeuge im Angebot, weil dann auch mehr gekauft werden.


    Fertigungstechnisch ist ein Elektroauto sicher etwas einfacher herzustellen (wenn man von den Bergbauaktivitäten zur Produktion der Zellen mal absieht, aber das findet ja sowieso nicht in Europa statt).


    Allerdings müssen extreme viele andere Komponenten im Auto völlig anders entwickelt werden, was hohe Kosten und auch Entwicklungsfehler mangels Erfahrung erzeugen wird.


    Nur ein paar Beispiele, was sich alles ändert:

    Kühlen

    Heizen

    Bremsen

    Packaging

    Gestaltung Innenraum

    Dadurch andere Hebel und Schwerpunkte

    Ggf. bei Radnabenmotoren (was eigentlich die beste Lösung ist) auch das Fahrwerk.

    Alle Stromverbraucher müssen energieeffizienter werden


    Da wird aktuell schon eifrig entwickelt, sowohl bei den Autoherstellern als auch bei deren Zulieferen. Es wird sicher mehrere Autogenerationen dauern, bis man da ein Optimum erreicht hat. Am Verbrenner ist man ja auch schon seit mehr als 100 Jahren dran.


    Die Motoren und Steuergeräte sind eigentlich das kleinste Thema, die kann man mehr oder weniger fertig kaufen.


    Bei den Batterien gibt es auch noch erheblichen Entwicklungsbedarf. An der Zellchemie erwartet keiner der Batterieforscher neue große Fortschritte in absehbarer Zeit, dort wurde in den letzten 20 Jahren schon für die elektronischen Mobilgeräte ziemlich viel geforscht, entwickelt und auch viel erreicht. Die Batteriesysteme müssen aber was die elektrische und mechanische Verbindung der einzelnen Zellen anbelangt noch deutlich leichter werden. Da gibt es bei gleichem Zellenaufbau teilweise bis zu 30% Gewichtsunterschied nur durch den mechanischen Aufbau der Akkumodule. Da die benötigte Leistung im Auto ganz andere Dimensionen hat, als in elektronischen Mobilgeräten, kann man da nicht auf Erfahrungen zurückgreifen.


    Zum Hintergrund: um die erforderlichen Spannungen zu erreichen, müssen ziemlich viele Zellen in Reihe geschaltet werden. Durch diese Reihenschaltung fließt der volle Strom. Daher kann man da keine leichten und dünnen Leitungen nehmen. Also sollten die Zellen möglichst dicht aneinander sein. Umgekehrt kann man Kühlprobleme bekommen, wenn man die Zellen zu dicht packt. Wo hier, bei welchem Fahrprofil, welches Optimum zu finden ist, eröffnet noch erhebliches Optimierungspotential. Muss aber alles entwickelt, getestet und zugelassen werden.


    Darüber hinaus, muss für jede neue Technologie vom Produkt auch noch eine optimale Fertigungstechnologie entwickelt und umgesetzt werden. Auch hier sind erhebliche Anstrengungen erforderlich und man wird erst nach einigen Jahren Großserienerfahrung wissen, was wie optimal in Bezug auf Kosten und Qualität ist.

    Seit 2.9.2015 Besitzer eines ursprünglich spanischen 924 S, der am 26.2.1987 gebaut und am 1.6.1989 erstmals in Spanien zugelassen wurde.

    Porsche: (noch) kein Porsche
  • Warum ist eigentlich immer von Batterien die Rede?

    Wäre die Bezeichnung Akku nicht korrekter?

    Grüssle

    Gordon

    95er GTS ----wech----:still:k:cry:

    CLK Cabrio

    Mitsubishi Plugin Hybrid

    Skoda Citigo ASG

    Tel: 04882 605142


    Man kann sich auf zwei Arten irren. Indem man glaubt, was nicht wahr ist. Oder indem man sich weigert zu glauben, was wahr ist.
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    Porsche: (noch) kein Porsche
  • So, wie es heute VTG-Lader gibt, gibt es dann bestimmt Fahrzeuge mit VAA (Variable Akku Anordnung) :rf: