Die Porsche

In einem Blog weiter hinten steht:


„Auch wenn so mancher User meint, er könnte seine Gedanken nicht so gekonnt auf's 'Papier' bringen, so möchte ich doch jeden von Euch darin bestärken, hier einmal seine persönlichen Erfahrungen mit dem Porsche etc. mitzuteilen.“
Also nun möchte ich also auch meine persönlichen Porscheerfahrungen bzw- träume hier mal bloggen.


Wie, so denke ich bei allen Porschefahrern(-innen) hier im PFF, hat der Traum bereits in der Kindheit angefangen. Bei mir war es so ca. im Alter von 4 Jahren. Man(n) konnte grad so richtig sprechen, gings los. Als Stuttgarter sind einem die Porsches ja quasi sehr oft über der Weg gefahren (mehr als in anderen Städten). Und so kam es , dass ich immer wenn ich mit meinen Eltern unterwegs war, aus dem Sportwagen (hier ist noch der Kinderwagen gemeint) rief. Mama schau mal…die Porsche da!


Nachdem meine Eltern versucht haben mir klar zu machen, dass ein Auto mit „der“ zu bezeichnen ist, z.B. der Mercedes, der VW usw. ich also auch „der Porsche“ sagen müsste, ich dies aber absolut nicht einsehen wollte, kam irgendwann die Frage von meinen Eltern: Warum sagts Du zu allen Autos „der xxx“, aber zu einem Porsche „die“. Meine Antwort war eindeutig und sofort da. „die sieht gut aus!“


Sprich…sie ist so schön wie eine Frau. Meine Eltern schüttelten den Kopf und meinten, wenn Du gross bist kannst Du Dir ja „eine Porsche“ kaufen, aber bitte jetzt verschon uns mit dem Porschewahn bist du 18 bist bzw. das Geld hast Dir einen zu kaufen.


Also mein Entschluss mir mal „eine“ Porsche zu kaufen stand bereits im Alter von ca. 4 Jahren zu 80% fest, ich musste halt noch 10,20, 30, 40 Jahre warten.


Als ich dann 1992 als Student einen Ferienjob hatte in einer kleinen Firma, musste ich dort auch ab und zu Bauteile dieser Firma ausliefern und zwar mit einem altersschwachen VW-Bus. Eines Tages kam der Chef der Firma etwas später und parkte einen nagelneuen Porsche 964 vor seiner Firma, kam mit einem Grinsen im Gesicht rein und meinte: den hab ich grad in Zuffenhausen abgeholt. Mir fiel natürlich das Gesicht runter und ich dachte...wow...“die Porsche“ meiner Träume und da gibt es jemand der kauft sich sowas mal so. Der/“die“ Porsche hat ca. 135.000 DM gekostet..was damals ein Student so verdient hat bzw. auf dem Sparbuch so hatte, braucht man glaub hier nicht zu erwähnen.


Am nächsten Tag musste dringend etwas ausgeliefert werden und der VW-Bus sprang nicht an. Der Chef meinte, das Teil muss ausgeliefert werden , der Kunde wartet und schleudert mir seinen Porscheschlüssel entgegen. Ich muss ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut haben und stammelte dann: wenn es sein muss nehm ich mein Moped, aber die neue Porsche kann ich doch nicht nehmen!!!! Er lachte…es heisst „der Porsche“, nehm ihn, dreh nicht so hoch, der Motor ist neu und komm ja ohne Kratzer wieder…


Nun ja, ab da stand 100% fest...nach dem Studium muss eine(r) her und wenn möglich ein 964. Seit einem Jahr steht nun ein 964 Bj `92 in meiner Garage.


Als ich den Wagen nach dem Kauf in eine freie Porsche-Werkstatt brachte, um einen Inspektionstermin auszumachen, steht der besagt Chef von damals im Büro um seinen 964 abzuholen (ein Zeichen?), schaut mich an und meint: wir kennen uns doch von Deinem Studentenjob bei mir. Hast Du Dir „die Porsche“ nun gekauft. Ich sagt ja und wir mussten beide ziemlich lachen…


Ja ja der Traum von „die Porsche.


Lieben Gruss Serg (;