Wenn einem so viel Gutes widerfährt oder wie schreib ichs dem Geschäftsführer.

Nachdem nun der Pulverdampf verzogen und einige Zeit nach unserem letzten Gebrauchtwagenkauf vergangen ist,
kann ich nun nicht mehr umhin, dem geneigten Leser einige Zeilen an den Geschäftfürer eines ,einen deutschen Premiumhersteller vertretenden Autohauses gerichteten Schreibens, zur Kenntniss zu geben.
Die Beseitigung aller Mängel nahm mit Hilfe der Gebrauchtwagengarantie und Sachmangelhaftung letztendlich nur ein Jahr in Anspruch. Eigendlich auch nicht länger , als die Mängelfreiheit meines Boxster Neuwagens zu gewährleisten.
Es wurden letztendlich Anlasser, Zweimassenschwungrad, Kupplung und Getriebe gewechselt. Auch unter Mithilfe des
Technischen Außendienstes der BMW AG.
Es handelt sich hierbei um ein fünf Jahre altes Fahrzeug mit vierzigtausend Kilometern und nachvollziehbarer Historie.
Hier wurde wieder der Beweiß angetreten , das man beim Autokauf aber mächtig nachlegen kann, wenn man z.B.
unbedarft und ohne Sachkenntnis bei Privat kauft oder an einen unfähigen Händler kommt.
Ich kann hier nur sagen :" Man war stets bemüht..." und das ist leider immer mehr bezeichnend für die Qualität in vielen Häusern. Neuwagen verkaufen kann schließlich jeder.





Sehr geehrter Herr P,
mit der verbindlichen Bestellung Nr. 68925 vom 22.07.2010 erwarb ich im Autohaus in A, einen Gebrauchtwagen BMW Z4 der BMW Premium Selection.
Bitte gestatten Sie mir, in dieser Sache, einige Zeilen an Sie zu richten.
Am späten Nachmittag des 21.07.2010, nahm ich mit Ihrem Verkäufer, Herrn W, Kontakt auf, um mehr Details zudem in zwei Internetbörsen inserierten Fahrzeug zu erhalten und so schon erste offensichtliche Unstimmigkeiten, wie Halterzahl und Typ der LM-Räder zu klären. Leider stellte sich nun heraus, das das Fahrzeug nicht wie beworben aus 1. Hand ist und die abgebildeten Räder die nicht zum Verkauf stehenden Winterräder darstellen.
Auf meine Frage zum Zustand des schwarzen Unilackes erwiderte Herr W, das Fahrzeug sei Waschanlagengepflegt, aber ohne Schäden.
Mein Hinweis auf eine professionelle Maschinenpolitur konterte er mit der Antwort, dazu sei ihr externer Aufbereiter nicht fähig.
Weiterhin teilte er mir mit, das der Kotflügel vorne links nachlackiert wurde. Wie sich später bei der Fahrzeugbesichtigung durch mich herausstellte, war diese Aussage falsch. Ich stellte fest, nachbearbeitet ist die Beifahrertür.
Oelservice, Bremsflüßigkeit und die Bremsbeläge vorne, HU und AU , sowie Inspektion wenn fällig innerhalb eines Jahres ,werden neu gemacht, auch zwei Reifen werden noch ersetzt. Soweit die telefonische Aussagen des Herrn W.
Nach diesen Auskünften , entschloss ich mich, das Fahrzeug am 22.07.2010 zu besichtigen und einer Probefahrt zu unterziehen.
Dazu nahm ich am frühen Morgen des 22.07.2010 erneut Kontakt mit Herrn W auf. Sein Terminvorschlag bezog sich auf 14.00 Uhr des selben Tages. Begleiten ließ ich mich durch meinen Sohn, welcher letztendlich das Fahrzeug auch nutzen sollte.
Pünktlich 14.00 Uhr erschienen wir im Autohaus.
Da einige Zeit verging, bis Herr W für uns zu sprechen war, hatten wir die Gelegenheit, das Fahrzeug in der Gebrauchtwagenreihe zu besichtigen.
Uns stellte sich ein stark verschmutztes , im Frontbereich mit Insektenresten verunreinigtes Fahrzeug dar, welches uns in diesem Zustand eine erste Beurteilung des Lackes unmöglich machte.
Auf unsere Nachfrage an Herrn W eine Wagenwäsche betreffend, konnte dieser nur verneinen, der externe Aufbereiter sei um diese Zeit nicht mehr greifbar .
Mein Vorschlag, das Fahrzeug in der nächsten Waschanlage selbst zu reinigen, wurde dann dankbar angenommen. Wir investierten dann also 30 min unserer Zeit, um das Fahrzeug zu reinigen und somit eine Besichtigung zu ermöglichen.
Die Waschanlagenkosten wurden uns ersetzt.
Leider sprang das Fahrzeug auch nicht an und Herr W musste einen Fremdstart einleiten.
Auf unsere Nachfrage nach dem Tankinhalt bekamen wir die Antwort das es reicht. Die Reichweitenanzeige dokumentierte ca 80 Kilometer.
Nach unserer 40 minütigen Probefahrt bekamen wir die Möglichkeit, das Fahrzeug in der Direktannahme zu besichtigen.
Hier zeigten sich vier Reifen stark an der Verschleißgrenze, Schrauben von Verkleidungsteilen im Beifahrerfußraum, Fahrzeugkleinteile im Aschenbecher, sowie ein nicht unerheblicher Anstoßschaden am hinteren Stoßfänger.
Zur Fahrzeugübergabe bat ich um die Entfernung der Insektenreste im Frontbereich, des Schmutzes in den Ledernähten der Sitze durch den Fahrzeugaufbereiter. Auch an der Reinigung des Verdecks an einigen verdeckten Stellen war mir sehr gelegen. Hier zeigte sich schon Moosbildung !
Nach meinem Hinweis an Herrn W, das doch bitte schriftlich zu fixieren, erstellte er einen Mängelbericht.
Die Zeit zur Klärung der Reifenfrage durch Herrn W nutzte ich, um mir einen Blick in den Servicebereich, auf der Suche nach Herrn W, zu gestatten.
Dort saßen drei Herren mehr oder minder auf und am Schreibtisch in eine lockere Unterhaltung vertieft.
Der erste Gruß kam von mir.
Letztendlich kam es zur Unterzeichnung der verbindlichen Bestellung des Gebrauchtfahrzeugs unter der Maßgabe der Mängelbehebung, mit meiner Bitte , das Fahrzeug nach sechs Werktagen, am Freitag den 30.07.2010 übernehmen zu können.
Mit diesem Wunsch tat sich nun das nächste Problem auf. Herr W hat ab nächster Woche Urlaub! Und er würde das Auto lieber selbst übergeben. Und auch für die Mängelbehebung wäre es zu kurzfristig.
Der externe Dienstleister für die Smartreparatur wäre das Problem.
Und ich wäre ja schließlich nicht der einzige Kunde hier im Haus !
Auf meine Nachfrage nach einer Vertretung für Herrn W hier im Haus, benannte er mir dann letztendlich Herrn H.



In der der Bestellung folgenden Woche, bekam ich wie vereinbart, den Fahrzeugbrief und das HU- und AU Protokoll zum Zulassen .
Leider gehörten die beiden Protokolle zu einem anderen Fahrzeug !
Nach zwei Anrufen meinerseits, erhielt ich dann gegen Ende der Woche die Auskunft von Herrn H, das das Fahrzeug am Freitag bereit steht.
Pünktlich 14.00 Uhr erschienen wir zur Abholung
Das Fahrzeug lieblos zwischen zwei Gebrauchtwagenreihen. Herr H steht uns auf Nachfrage sofort zur Verfügung.
Die Insektenreste sind noch da, das Verdeck ist noch grün, unter der Tankklappe Schmutz und im Motorraum der Schmutz der Jahre seit Erstzulassung des Fahrzeugs !
Herr H ist ratlos, fragt uns , was er nun tun soll, er liefert ja nur aus .
Alle anderen Gebrauchtwagen auf dem Platz wären top und das würde er uns gerne zeigen.
Der externe Aufbereiter hat wieder „Feierabend“, Herr H ist ratlos ! Ich mache den Vorschlag einer Gutschrift.
In den Ledernähten der Sitze immer noch der alte Schmutz ! Aufbereitung denke ich, ist das nicht.
BMW Premium Selection ? Das hatte ich mir etwas anders vorgestellt .
Sehr geehrter Herr P, wir haben bei Ihnen ein Fahrzeug für fast zwanzigtausend Euro erworben, aber leider ist uns die Freude am Fahren und der Spaß am Fahrzeug bei der Übergabe etwas verloren gegangen.
Ihre Verkäufer waren stets bemüht, aber das kann dem Premiumanspruch der Marke BMW in Ihrem Hause und auch meiner Person so nicht genügen.
Ich möchte mich zu einer weiteren Wertung hier nicht auslassen. In Erwartung Ihrer Stellungnahme verbleibe ich


Mit freundlichen Grüßen



Abschließend sei zu berichten, das Fahrzeug hat uns doch einige Zeit stark beschäftig, wurde doch um einiges Preiswerter und letztendlich hat mein Sohn nun doch noch viel "Freude am Fahren". :drive:
Also Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf !


VG Sven :wink: