PORSCHE SPEEDSTER - Auf den Spuren einer Legende

PORSCHE SPEEDSTER - Auf den Spuren einer Legende
Ein Buch von Andreas Gabriel


Autor Andreas Gabriel beschreibt ihn so:“ Ein Speedster ist ein offenes Auto, das man schließen kann, ein Cabrio ist ein geschlossenes Auto, das man öffnen kann“.
Die Geschichte des Speedster beginnt unspektakulär mit dem Wunsch des amerikanischen Autoimporteurs Hoffmann, Porsche zu veranlassen, für den amerikanischen Markt einen spartanisch ausgestatteten 356er zu konstruieren, der offen sein soll und nicht mehr als 3000$ kosten darf. Mit dieser Idee traf der deutschstämmige Hoffmann voll ins Schwarze.


Porsche erfüllte diesen Wunsch mit der Konstruktion des 356 Speedster, der ab dem Jahr 1954 in den USA ein großer Erfolg wurde.
Autor Gabriel beschreibt minutiös die Geschichte des Porsche Speedster bis zur neuesten Entwicklung aus dem Jahre 2011, dem 997 Speedster, der in Erinnerung an seinen Urvater nur 356 Mal gebaut worden ist.


Zahlreiche ganz hervorragende Bilder und seine Recherchen belegen die Hintergründe der Entwicklung und die anfangs nur in kleinsten Stückzahlen gebauten Sonderanfertigungen.
Der ursprüngliche Gedanke für die Konstruktion des Speedster, einen preiswerten 356 herzustellen, lag in seiner besonders einfachen Ausstattung.
Sie war gegeben durch die flachere Windschutzscheibe, einem voll versenkbaren, niedrigeren Verdeck, Steckscheiben, Schalensitzen und dem Verzicht auf ein Handschuhfach.


Dass mit dieser Konstruktion nicht nur der Preis reduziert werden konnte, sondern auch das Gewicht des Fahrzeugs, war ein positiver Nebeneffekt.
Eine neue noch sportlichere Variante des schon sehr erfolgreichen 356er-Modells war entstanden.


Es dauerte viele Jahre, bis der Gedanke an einen ‚neuen Speedster’ in die Konstruktionsbüros von Porsche zurückkehrte.
Nachfolgende Modelle des 911-Speedster, dann erst in den achtziger und neunziger Jahren entwickelt und gebaut worden, fanden so große Beachtung, dass sie bereits vor der offiziellen Vorstellung verkauft werden konnten.


Autor Gabriel unterschlägt aber auch nicht die Fakten, die Porsche in den 80er Jahren fast in den Ruin getrieben hätten und die zum Teil dazu führten, nur Speedster-Prototypen zu bauen, ohne mit ihnen in Serie zu gehen.


Der schöne Band begeistert durch sehr viele Bilder vom 356er und dem 911er Speedster, denen man bislang selten, oder noch gar nicht begegnet ist.
Einen 911er Speedster zu besitzen, vielleicht sogar einen 356er Speedster, erforderte damals wie auch heute sehr viel Glück,
Autor Andreas Gabriel leistet seinen Beitrag dazu, die Begeisterung für den Porsche Speedster neu zu wecken, wären da nicht die inzwischen fast unbezahlbaren Preise für diese außergewöhnlichen Konstruktionen.


Ein sehr lesenswertes Buch, das Lust auf noch mehr Porsche macht.


W.L.

.....997/2 Turbo S Cabrio


Gruß
Wolfgang




Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann.
Mark Twain

Porsche: (noch) kein Porsche