Ist denn immer alles falsch ?

Der Sommer war mal wieder eine Wucht. An manchen Tagen konnte man meinen, die Sonne hat sich aus Frust über uns Menschen aus dem aktiven Tagesdienst verabschiedet. Noch vor ein paar Monaten war es der Winter, der nicht aufhören wollte und wir stöhnen.
Ist der Sommer grenzenlos, ist es die nahe Klimakatastrophe, die sich da anzubahnen scheint und wir stöhnen erneut.
Ist denn immer alles falsch, was wir Menschen hier auf unserer Erde veranstalten, oder überschätzen wir ganz einfach die mögliche Wirkung unseres Tuns?


Es gibt den sog. Sonnenzyklus, eine besonders auffällige Anhäufung von Sonnenflecken in einem Rhythmus von etwa elf Jahren. Besonders starke Sonneneruptionen stoßen hochenergetische elektrische Ladungen aus, die auch unsere Erde erreichen. Eine offensichtliche Folge sind die Polarlichter, farbige Lichterscheinungen, die noch in Norddeutschland zu sehen sind.


Erheblich unangenehmer, trotz ihrer für uns unmerklichen Anwesenheit, sind die elektrischen Ladungen von der Sonne, da sie auch zu Ausfällen im Funkverkehr führen können. Welche Wirkungen die Sonnenflecken auf die Erde und unser Klima besitzen, ist noch gar nicht ausreichend geklärt.


Inzwischen sind sich die Wissenschaftler einig, dass zwischen Klimaproblemen und globaler Anhäufung von Naturkatastrophen ein so kompliziertes weites Feld liegt, dass es unzulässig wäre, dem Menschen die Schuld alleine für diese Probleme zu geben.
Der Mensch ist in der Entwicklungsgeschichte der Erde nur eine Übergangserscheinung. Erst nach ihrer Entstehung hat er sich auf derselben ausgebreitet und wird sie auch wohl vor ihrem Ende wieder verlassen.


Das mag noch Millionen von Jahre dauern. Von uns Menschen wird nach unserem kosmisch gesehen kurzem Intermezzo auf der Erde nach ein paar Jahrzehnten kaum etwas übrig geblieben sein.
Der Mensch hat durch seinen Ausbreitungsdrang auf der Erde zwar für reichlich Veränderung gesorgt, doch werden sie schnell wieder verschwunden sein, oder zumindest der größte Teil von ihnen, weil nichts von alledem für die Ewigkeit geschaffen wurde. Die Natur ist da unerbittlich und holt sich langfristig ihr Revier zurück.


Wir wissen das aus eigener Erfahrung. Überlassen wir beispielsweise unser Auto sich selbst und der Natur, dauert es kaum 20 Jahre und es ist irreversibel verloren. Aber was sind 20 Jahre in der Geschichte unseres Planeten?
Schließlich besteht alles das, was uns umgibt, aus nichts weiter als aus einer Anhäufung und Kombination von Elementen, die sowohl auf der Erde und sicher auch überall im Kosmos zu finden sind, in dieser Form also überhaupt nichts besonderes darstellen.


Nur durch die besonderen Bedingungen auf der Erde, konnten sich Lebensformen und daraus der Mensch entwickeln. Eine Lebensform, die auf einem anderen Planeten im Universum möglicherweise eine völlig andere Entwicklung genommen hätte, obwohl anzunehmen ist, dass bestimmte physiognomische Eigenarten einer Lebensform sich überall etablieren müssten.


Wäre die Grundtemperatur auf der Erde nur ein wenig anders ausgefallen, hätte es unseren Trabanten den Mond nicht gegeben, wäre der Anteil des Wassers ein anderer gewesen, hätte sich vielleicht die Menschheit hier überhaupt nicht entwickeln können.
So großzügig wie dieses System Erde uns Menschen zugelassen hat, so sensibel reagiert es scheinbar jetzt auf unsere Aktivitäten und überschüttet uns mit Problemen.


Ob wir tatsächlich aber für alle verantwortlich gemacht werden dürfen, werden erst spätere Generationen beurteilen können.
Außerdem kann zur Zeit die Frage nicht beantwortet werden, ob alles das vielleicht ganz einfach nur ein Teil eines ganz normalen natürlichen Veränderungsprozesses darstellt und wir Menschen uns zu Unrecht dafür anklagen.


Wir haben uns zwar von Anfang an die Natur zu nutze gemacht, aber die Natur braucht UNS nicht wirklich. Sie empfindet uns möglicherweise als Störfaktor mit zunehmend größerem Einfluss.
Auch die Natur entwickelt sich und passt sich den Gegebenheiten an. Jeder Sturm, jedes Gewitter stellt nichts weiter dar, als ein Ausgleich der Energien auf globaler Ebene. Nur die Intensität dieser Naturerscheinungen lässt uns manchmal erschreckt aufhorchen.


Treten derartige Naturereignisse häufiger und gleichwohl zusehends stärker in unseren Regionen auf, scheint sich ein Ungleichgewicht entwickeln zu haben, dessen Ursachen noch zu ergründen sind.
Die Natur versucht immer, einen global stabilen Zustand herzustellen.


Auch für das merkliche Abschmelzen der Gletscher beispielsweise auf Grönland könnten menschliche Fehler mitverantwortlich sein. Wirklich bewiesen ist das aber keineswegs und es ist eher zu vermuten, dass der Einfluss des Menschen auf diese Geschehnisse gering ist.
Gerne wird den Fahrern PS-starker Fahrzeuge die Schuld am Umweltdesaster zu geschoben. Zum Einen sind es gerade die Porschefahrer, die sich auf umweltverträgliche Motorentechnik, auf günstige Verbrauche und letztendlich auch auf eine eher kleine Zahl von Fahrzeugen im Vergleich zum Gesamtvolumen aller in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge berufen können.


Auch unsere Oldtimer, deren Gesamtzahl in Deutschland bei etwa 800.000 liegt, haben am Gesamt-Emissionsvolumen einen verschwindend kleinen Anteil. Einmal deswegen, weil sie relativ selten bewegt werden und zum anderen überwiegend kleinvolumige Motoren besitzen.
Andere Fahrzeugkonstruktionen wie die allseits beliebten SUV (Sport Utility Vehicle), oder überdimensionale PS-Boliden wie sie von allen Herstellern inzwischen angeboten werden und die insgesamt nicht enden wollende PS-Gigantomanie sollten eher in der Kritik stehen.
Es leuchtet ein, dass nur ein langfristiges ‚falsches’ Verhalten der Menschen Reaktionen der Natur auszulösen vermag.


Wir können uns aber glücklich schätzen, dass der ‚Reinigungsmechanismus’ der Natur uns schon viele Fehler verziehen hat.


Text W:L., Bilder : Bild.de, Nasa

.....997/2 Turbo S Cabrio


Gruß
Wolfgang




Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann.
Mark Twain

Porsche: (noch) kein Porsche