Mein Tag bei Bilstein

Hallo Porschefreunde!


Da ich am 12.10.2010 nur positive Erfahrungen gemacht habe, möchte ich euch diese nicht vorenthalten.


Mein 993 versetzte in den Kurven und war bei hohen Geschwindigkeiten kaum fahrbar, daher entschied ich mich für ein neues Fahrwerk. Die bisherigen Dämpfer waren noch original Boge, also 16 Jahre alt, tiefer gelegt wurde er vermutlich vom Vorbesitzer mit Federn, ohne die Dämpfer zu wechseln. Natürlich legt man ein Fahrzeug nicht nur mit Federn tiefer, das ist allgemein bekannt und unprofessionell, da so das Fahrzeug nicht optimal abgestimmt werden kann und darüber hinaus bei Tieferlegungsfedern die original Stoßdämpfer zu lang sind. Beim Eintauchen ging mein 993 jedes Mal in den Begrenzungsgummi.


Nachdem ich mich ausgiebig belesen habe, kam ich zum Entschluss, ein Bilstein PSS 10 zu bestellen. Da ich ursprünglich mal den Beruf des KFZ- Mechanikers erlernt habe und eigentlich fast alle Arbeiten allein durch führe, wollte ich das Fahrwerk selbst einbauen. Bei meiner Informationssammlung wurde ich eines Besseren belehrt, dass es nicht so einfach sei, bei diesem Modell ein anderes Fahrwerk einzubauen. daher entschied ich mich, dieses bei Bilstein direkt machen zu lassen und dabei den Fachleuten über die Schulter zu schauen. Von Bilstein wurde ich vorher aufmerksam gemacht, dass ich dafür auch neue Domlager / Stützlager von Porsche mitbringen möchte, die sollten immer mit gewechselt werden.


Der Einbau dauerte einen ganzen Tag!


Zuerst machte der Meister eine Probefahrt und stellte fest: Das Fahrzeug versetzt.
Dann machte er sich an den Ausbau, die Probleme fingen mit den nur schwer zu lösenden Bremsleitungen an, aber hätte für den Fall der Fälle neue Leitungen vor Ort gehabt, aber es klappte auch so. Der Einbau der vorderen Federbeine ging relativ schnell aber bei der Hinterachse wurde es komplizierter. Anbauaggregate wie z.B. der Luftfilter müssen raus, um dann mit langen Arm an die obere Verschraubung der Dämpfer kommt. Die hinteren Querlenker müssen raus und das machen die meisten Werkstätten nicht, sie lösen sie nur und das wiederum führt zu verfälschten Ergebnissen bei der Vermessung.


Lange rede, kurzer Sinn: Nach ca. 8 Std. war der Einbau beendet und es wurde eine kurze Probefahrt gemacht, damit sich die neuen Dämpfer und Federn setzen können. Dann wurde das Fahrzeug akribisch vermessen und eine weitere Probefahrt durchgeführt. Zur Kontrolle wurde nun das Fahrzeug ein zweites Mal vermessen, danach machten wir eine gemeinsame Probefahrt und stimmten die Härte und die Höhe incl. Sturzeinstellung zusammen auf meine Bedürfnisse ab.


Auf dem Weg nach Hause hatte ich ein Grinsen im Gesicht, wie ich es zuletzt beim Kauf des 993 hatte!


Was ich damit sagen will:


Ich kann nur jedem den Tipp geben, der sich ein Bilstein- Fahrwerk zugelegt hat / wird, es auch dort einbauen zu lassen. Ich glaube kaum, dass andere Werkstätten einen solchen Aufwand betreiben, um ein solch optimales Ergebnis zu erreichen.


Es gibt daher bei Bilstein einen Schulungscenter, wo Werkstätten konsequent für den Einbau geschult werden, aber leider nur allzu wenig nutzen. Mich haben die Mitarbeiter dort durch ihre Fachkompetenz mehr als überzeugt und ich würde jederzeit wieder dort hinfahren.



Gruß Franky


Anbei: Porsche Scene Einbaubericht Teil 1-Ausgabe 12.2010 und Teil 2-Ausgabe 02.2011


...und nun auch der dritte und letzte Teil des Berichtes.Viel Spaß beim Lesen!