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  • wolfgang31248

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Ist denn schon wieder Weihnachten ?

Bewertung:

Von wolfgang31248, Dienstag, 22. November 2011, 22:34

Ich stöhne unauffällig vor mich hin. Nein, meine Gesundheit ist es diesmal nicht, die mich zu diesen Äußerungen animiert, es ist der immer wiederkehrende Weihnachtsgeschenkebesorgungseinkaufsstress.
Gut, ich gebe es zu, meine Frau trägt da den größeren Anteil, aber meine Kernkompetenzen liegen ja auch eher im Öffnen des dazu nötigen Geldbeutels.
Wir Männer sind einfach nicht dafür geboren, Shoppingtouren in Potenz auszuhalten.

Da gebe ich mich doch lieber dem Shopping per Computer hin. Ein paar Klicks hier und da und schon klingelt der Postbote mit dem Geschenk in der Hand an der Tür. Wofür gibt’s denn ebay, Conrad und Co?
Die Oma wünscht sich ein Händewärmkissen mit eingebautem mp3-Player, Onkel Willi braucht unbedingt ein paar neue Pantoffeln für den Fernsehabend, natürlich mit elektrischer Beheizung. Jessica hat sich schon auf das neueste Spiel für ihre Spielekonsole eingetrimmt.
Und nicht zu vergessen die eigene Familie. Meine Söhne haben da noch ganz vernünftige Wünsche, ein Ladegerät für die Akkus des Modellhubschraubers, ein Messgerät zum Testen der Akkuspannung des Rollers und für andere Kurzschlüsse.

Und meine Tochter bekommt einen Werkzeugkasten, ist sie doch gerade umgezogen und hätte ihn eigentlich schon lange gebrauchen können. Aber ich bin trotzdem stolz auf diese Idee.
Meine Frau wünscht sich ganz uneigennützig ein Konzert in der hiesigen Konzerthalle, um mich einmal mehr von der Einfältigkeit meines Porschehorizontes wegzuholen.
Aber vorher gilt es noch etwas zu erledigen.
Ich gebe mich geschlagen und drehe mit ihr ein paar Runden durch die Menschenmassen entlang unserer Flaniermeile.
Es riecht nach Glühwein, Weihnachtsgebäck und vielen Menschen.

Gibt’s denn hier keine Spielecke für Männer, frage ich mich gleich im ersten Klamottengeschäft?
Mir wird freundlich ein Kaffee angeboten, sozusagen eine Friedenspfeife für den einkaufsgestressten Mitläufer. Ich nehme dankend an, obwohl mein Blutdruck schon jetzt genügend Power mitbringt.
An der nächsten Ecke dudelt ein selbsternannter DSDS-Kandidat die neuesten Weihnachtslieder, meine Gehörgänge wollen da nicht ganz mitspielen, aber schon bald ist nichts mehr zu hören.
Ich muss mal eben nach Schuhen sehen, meine Frau verschwindet zwischen den Regalen. Ich ahne schon was jetzt kommt. Wenn hier einer Schuhe braucht, dann ich! Diese Rumstehorgien bei -5°C, das hält doch keine Sohle aus.

Ich hole tief Luft, es geht weiter. Meine Frau resümiert, ich muss noch für… und für… und für…
Gott sei Dank, ein Ende des Einkaufsmarathons ist in Sicht.
Hab ich denn jetzt alles, geht mir gerade so durch den Kopf. Ich merke, wie sich das Blut in meinen Gehirnzellen versammelt, ich hätte doch bald das Geschenk für meine Frau vergessen?
Klar, bei all dem Stress nicht verwunderlich. Ich muss mal eben noch was besorgen, wir treffen uns an der Kirche.
Ich haste zum Ticket-Center. Freundlich werde ich nach meinem Wunsch gefragt. Ich hätte gerne zwei Karten für das Konzert von David Garrett am….
Oh, da haben sie aber Glück gehabt, ich habe nur noch ein paar Karten ganz vorne. Zwei große Scheine wechseln den Besitzer, mein Puls normalisiert sich wieder, ich bedanke mich und verschwinde im Getümmel der Stadt.
Der Weg bis zur Kirche ist nicht weit.
Bist du fertig mit Einkäufen? Meine Frau nickt erleichtert. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Aber nicht nur deswegen, mein Geschenk in der Tasche ist es.

Wie schön zu sehen, dass wir nicht alleine dem weihnachtlichem Stress ausgesetzt sind, aber jetzt ist es vorbei. Warum müssen die alle auch im letzten Moment Weihnachtseinkäufe machen?
Ich verstehe das nicht, dieser Weihnachtsgeschenkebesorgungseinkaufsstress ist doch einfach schrecklich.
Bald sehen wir nur noch aus der Ferne die weihnachtliche Beleuchtung. Eine Schlacht ist geschlagen, jetzt kommt der ruhigere Teil des Jahres.

Nächstes Jahr auf ein Neues, aber da fangen wir früher an. Ich ahne Böses. Aber ich hab ja meine Frau, danke für den schönen Tag.

Bild: Bauer/Ruhrnachrichten, Text: W.L.
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