PFF Partner
Zuviel Werbung?

951k26

Stammleser

  • »951k26« ist der Autor dieses Themas

Dabei seit: 4. September 2005

Land: -

Wohnort: -ABB-Senfhausen

  • Nachricht senden

1

Freitag, 4. Februar 2011, 00:42

Bremsendoku: Zusammenbau einer überarbeiteten Porsche 993 -Bremse

hi, hab mal den zusammenbau einer 993 bremse dokumentiert.
hoffe es gefällt euch. (;

das vorherige zerlegen, strahlen und beschichten hab ich leider nicht so ausführlich bebildert, deswegen starte ich bei der endmontage.
im ursprung war die bremse schwarz, der zustand war noch recht ordentlich, aber nach rund 15 jahren zeigt eine bremse eben doch erste alterserscheinungen.
abgeplatzter lack, unterwanderte führungsbleche, defekte manschetten und festgegammelte bremsleitungen gehören einfach dazu.
man sollte so eine revision nicht bis aufs letzte aufschieben, öfters zeigt sich beim zerlegen ein bild des grauens, ausgebrochene bohrungen für die halteklammern, extrem korrodiertes alu unterhalb der edelstahlführungsbleche und zerfressene nuten für die kolbenmanschetten lassen einen sattel meist in die tonne wandern, kostenpunkt, ab 600eus aufwärts für den nackten sattel... .
es lohnt sich also die bremse regelmäßiger pflege zu unterziehen :old:

los gehts..

zur veranschaulichung hab ich alle verbauten einzelteile beisammengelegt
alle edelstahlteile sind glasperlgestrahlt und entsprechen jetzt wieder nahezu dem neuzustand.
kolben und manschetten sind ebenfalls gereinigt und auf schäden hin kontrolliert.
neu kommen, beläge, dämpferbleche, entlüfternippel und die schrauben der führungsbleche.

das gewinde der entlüfternippel mit alupaste versehen und eindrehen, nix was geschraubt wird, wird trocken eingesetzt :old:
zumal die paste das entlüften erleichtert

die haltefeder ebenfalls mit alupaste beschmieren. die paste schützt vor feuchtigkeit und garantiert lange gängigkeit.

klammer einsetzen und öfters hin und herklappen um die paste zu verteilen.

die schrauben der führungsbleche mit reichlich alupaste einschmieren, damit bleiben die schrauben lange das, was sie sein sollten SCHRAUBBAR!!!

sind die führungsbleche in postion gebracht, ist zu kontrollieren ob sie plan anliegen.
durch korossion nimmt das aluminium an volumen zu, das aufblühende alu drück von unten auf die bleche.
nicht gängige bremsen (alu festsattel), kranken oft an unterwanderten führungsblechen, die beläge werden förmich eingequetscht, teilweise ist es nicht mal mehr möglich neue beläge zu montieren.
hier ist schön zu sehen, daß die bleche perfekt anliegen.

sind die bleche verschraubt, werden die bremskolben montiert

angefangen mit dem dichtring. diesen sorgfältig mit montagepaste einschmieren.

mit dem finger auf richtigen sitz prüfen!!! sitzt der ring richtig ist eine gleichmäßige kante zum zylinderinneren hin zu spühren.

sitzt der ring, wird die zylinderwand mit montagepasste versehen.

die nut der manschette sollte möglichst fettfrei sein, alte manschetten spannen nicht mehr so gut wie neue es tun, deswegen ist bei widerverwendung darauf zu achten. (mir ist klar, daß es empfehlenswert ist meue zu nehmen, aber die dinger kosten auch, und wenn keinerlei schäden zu erkennen sind, können sie auch weiterhin ihren dienst tun :old: )

das gummi von oben auf den kolben aufziehen (manchem wird dieser vorgang bekannt vorkommen und leicht von der hand gehen :lol: , jaja ich kanns nicht lassen :]) )

den kolben sauber ansetzen und reinschieben.....ohne kommentar :])

leicht saugend sollte der kolben im zylinder verschwinden.

manschette reindrücken und auf sitz prüfen.

sind alle kolben montiert und die manschetten sitzen fest, kann es an die montage der beläge gehen.

die dämpferbleche werden in die kolben gesteckt, es empfiehlt sich, die abziehfolienen an einer ecke zu lösen...

ohne folie siehts so aus, oder sollte so aussehen...

die rückseite des belages nun sorgfältig fettfrei reinigen


den belag sauber ansetzen und gegen die kolben drücken, die dämpferbleche sollten nun haften bleiben.

den belag vorsichtig lösen und die dämpferbleche von hand andrücken

so muß dat :headbange

weil beim verkleben geschmiere unerwünscht ist, wird jetzt mit bedacht keramikpaste aufgetragen, kupfer oder alupaste tuts auch.

lamgsam sieht das dingen aus wie ne bremse und noch ne sehr schöne dazu.

sind die beläge eingeklipst, ist es nicht schlecht die beläge zu fixieren, falls die sättel nicht gleich montiert werden.

die bremse ist nun fertig montiert....
im ganzen sieht das dann so aus, alle vier kollegen zusammen :love:
ich hoffe manchem geholfen zu haben, gruß robs :wink:


fragen und bemerkungen sind wie immer willkommen..

Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von »951k26« (4. Februar 2011, 01:31)


PFF Partner
PFF Partner

MM944

Stammleser

Dabei seit: 31. Juli 2004

Land: Deutschland

Wohnort: 34123 Kassel

  • Nachricht senden

2

Freitag, 4. Februar 2011, 02:03

Hallo

:thumb: Schöne Dokumentation, ich würde nur die Kolben zuerst montieren, damit auf keinen Fall irgend etwas die Chance hat, hier reinzufallen, und ich würde auf gar keinen Fall Kupferpaste bei Alusätteln nehmen.

:wink:


Michael

951k26

Stammleser

  • »951k26« ist der Autor dieses Themas

Dabei seit: 4. September 2005

Land: -

Wohnort: -ABB-Senfhausen

  • Nachricht senden

3

Freitag, 4. Februar 2011, 02:12

ich lege extra alles mit weißem paier aus, alle teile kommen gereinigt auf den tisch, ich kann davon ausgehen, daß mir nichts in die kolben fällt.
kupferpaste hat im alu nichts zu suchen!!! die beläge können ruhig mit kupferpaste flutschen.
gruß

ankavik

Stammleser

Dabei seit: 24. Dezember 2001

Land: Deutschland

Wohnort: Hüttisheim

  • Nachricht senden

4

Freitag, 4. Februar 2011, 09:47

Saubere Arbeit! Gratuliere! :thumb:

Was mich aber interessieren würde: Wie bekommt man die kleinen Schräubchen, mit denen die Edelstahlbleche fixiert sind heraus, ohne das sie abreissen und den Bremssattel in Edelschrott verwandeln?.... ?:-( :still: ~:-|
Viele Grüße!
Ankavik
--------------------
993C4 Cabrio
UL-JV 911 (04-10)

951k26

Stammleser

  • »951k26« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: -ABB-Senfhausen

Land: -

Dabei seit: 4. September 2005

  • Nachricht senden

5

Freitag, 4. Februar 2011, 10:00

moin,
sind die schrauben mit normalem innensechskant oder torx nicht mehr zu lösen, auf keinen fall so lange rumnudeln bis kein bit mehr greift.
optimal kann man die schräubchen zu zweit lösen.
den sattel zuvor erhitzen (lokal), knarre mit passendem bit in der schraube ansetzen und vorspannen.
die 2te person löst die schraube mit hammer und meißel, dazu einen nicht zu scharfen meißel am schraubenkopf ansetzen und mit gefühl in löserichtung einschlagen.
in der regel bekommt man so jede schraube raus.
die unterstützende wirkung der knarre ist nicht zu unterschätzen, meißelt man allein, kann es passieren, daß der komplette schraubenkopf hops geht und dann ist guter rat teuer....
gruß

Noch nicht registriert?


Login (SSL)


Statistik

  • Mitglieder: 41 572
  • Benutzer online: 197

PFF Partner

PFF Partner
PFF Partner
Zuviel Werbung?