kekso22

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1

Montag, 12. März 2007, 23:38

Ist vollsynthetisch das richtige Motorenöl?

Hallo,

nachdem ich mich ziemlich mit den Grundlagen von voll/ teil- synthetischen und mineralischen Ölen beschäftigt habe, spricht alles für ein vollsynthetisches Öl (z.B: 0W40 oder 5W50) für den 356.
Diese modernen Öle haben bessere Scherstabiltät, sind dünner wenn es kalt ist, dünnen bei sehr hohen Temperaturen nicht aus ...

Jedoch hört man immer wieder, dass man bei den alten Motoren doch besser mineralisches Motoröl verwenden sollte?
Ist da was dran, oder sind das nur alte Weisheiten die inzwischen längst überholt sind?

Emil

2

Dienstag, 13. März 2007, 08:18

RE: Ist vollsynthetisch das richtige Motorenöl?

Hallo kekso22

Ohne jetzt in die Grundlagen der Viskositäten oder der Eigenschaften von hydrodynamischen oder -statischen Lagerungen einzugehen, würde ich keinesfalls die dünnen Hochleistungsoele einfüllen. Die Lagerstellen sind vom Spiel her auf eine gewisse Schmierfilmstärke ausgelegt. Die Schmiersäfte von damals waren tendenziell etwas dickflüssiger, demnach sind die Spalten auch etwas grösser. Wenn nun sehr dünnes Oel verwendet wird, kann sich nur auf einer kleinen Fläche ein tragender Schmierfilm bilden, die Belastungen werden aber grösser.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich würde mal bei PAG nachfragen. Ich gehe mal davon aus, die können Dir ohne "ich glaube", "ich denke" oder "ich habe mal gehört" die technisch sinnvolle und richtige moderne Oelsorte nennen.

Greetz
Hauptsache Gummi unten!

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3

Dienstag, 13. März 2007, 11:36

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Wolli

Christian 356

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Dienstag, 13. März 2007, 16:01

Ich habe mal syn. Öl im Rallyesport beim 356er benutzt.

Läuft Dir überall aus den Axialwellendichtringen heraus - lass es sein !

20 W 50 damit geht es besser :headbange

Grüße aus der Kurpfalz
Christian 8:-)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Christian 356« (13. März 2007, 16:02)


kekso22

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Dienstag, 13. März 2007, 22:33

Hallo

danke für die Antworten, aber genau diese hört man immer. Leider verstehe ich es nicht!
Ein 40er Öl hat bei 100°C eine Viskosität von ca. 14mm²/s, ein 50er ca. 17mm²/s. Dies ist egal ob mineralisch, HC oder vollsynthetisch. Bei Temperaturen über 100° wird das mineralische sogar dünner als das synthetische (kleinerer Viskositätsindex), also z.B am Kolben gibts dann einen dünnerer Ölfilm beim mineralischen.
Ok, bei Warmlaufen ist das 0W dünner als 15W, aber immer noch viel viel dicker als bei 100°C.
Die Öldicke hängt von der Viskosität, dem Druckkoeffizienten und dem ausgeübten Druck ab. Bei 80°C ist der Druckkoeffizient bei PAO (vollsynthetisches) und mineralisches Öl etwa gleich. D.h. bei gleicher Viskosität ergibt sich die gleiche Ölfilmdicke. Über 80° wird PAO besser (dickerer Ölfilm) als mineralisch.

Da ich meinen Motor (125PS) nicht bei 40° fahre, sondern mindestens 90°, frage ich mich warum mineralisches besser sein soll?????
Das Dumme ist, dass mir noch mindestens 3 weitere Argumente für das vollsynthetische einfallen, und eigentlich nichts ausser der Preis für das mineralische spricht.

Grüße Emil

Gulf-Porsche

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6

Mittwoch, 14. März 2007, 07:51

RE: Ist vollsynthetisch das richtige Motorenöl?

Wenn der Motor komplett überholt wurde, dann gibt es nichts besseres als vollsynthetisches Öl. Ist der Motor aber alt und bislang mit mineralischem Öl gefahren worden, dann würde ich die Finger davon lassen.

superbär

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Mittwoch, 14. März 2007, 23:44

RE: Ist vollsynthetisch das richtige Motorenöl?

Auch bei einem frisch gemachten Motor reicht ein mineralisches Leichtlauföl, z.B. 10 W 40, völlig aus!
Keineswegs dünneres Öl nehmen, auch neue Dichtungen sind konstruktiv alte Dichtungen.
Gruß Micha

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