„Wir verlassen Stuttgart mit einem tollen Gefühl“, sagte Teamchefin Barbara Rittner in ihrer Bilanz des Fed-Cup-Wochenendes. „Ich bin unheimlich stolz auf die Mädels. Sie haben gezeigt, dass sie sehr viel Potenzial haben und die Menschen begeistern können. Das ist alles sehr positiv, auch wenn es gegen einen sehr starken Gegner nicht zum Sieg gereicht hat. Jetzt hoffen wir auf etwas Losglück für die Relegation und werden dann unser Bestes geben, um in der Weltgruppe 1 zu bleiben.“
Nachdem Sabine Lisicki zum Auftakt am Samstag überraschend 6:2, 4:6, 2:6 gegen Iveta Benesova verloren hatte und sich Julia Görges in einem hochklassigen Tennis-Krimi Petra Kvitova 6:3, 3:6, 8:10 geschlagen geben musste, stand das Porsche Team Deutschland am Sonntag schon mit dem Rücken zur Wand. Sabine Lisicki musste gegen Petra Kvitova unbedingt gewinnen, um ihr Team im Halbfinalrennen zu halten. Die Berlinerin, die am Vortag weit unter ihren Möglichkeiten geblieben war, holte – angefeuert vom Stuttgarter Publikum – mit begeisterndem Tennis den ersten Satz mit 6:2. Auch im zweiten Satz gegen die Wimbledonsiegerin und aktuelle Nummer 2 der Welt zeigte sie eine starke Leistung, musste sich aber knapp 4:6 geschlagen geben. Beim 2:6 im dritten Satz war die Favoritin dann aber doch zu stark.
„Natürlich ist die Enttäuschung groß. Trotzdem bin ich stolz darauf, dass ich heute so viel besser gespielt habe als gestern“, sagte Sabine Lisicki, die Nummer 14 der WTA-Weltrangliste. „Gestern habe ich sofort den Faden verloren, als es nicht gut lief, heute habe ich besser aufgeschlagen und meine Schläge kamen auch besser. Leider habe ich die ganz wichtigen Punkte nicht gemacht. Trotzdem bringen mich solche Spiele weiter. Wir freuen uns jetzt schon darauf, im April wieder als starkes Team aufzutreten.“ Mit etwas Losglück könnte auch die Relegation um den Verbleib in der Weltgruppe 1 am 21. und 22. April wieder in der Porsche-Arena ausgetragen werden. Sabine Lisicki wäre das nur recht: „Es ist toll, zu Hause zu spielen. Die Stimmung in der Porsche-Arena ist überwältigend.“
Im zweiten Spiel des Tages holte Angelique Kerber den ersten und einzigen Punkt für das Porsche Team Deutschland. Die Kielerin, als Halbfinalistin bei den US Open eine der Aufsteigerinnen des vergangenen Jahres, hatte beim 6:4, 6:4 gegen Lucia Hradecka vergleichsweise wenig Mühe. „Ich bin unheimlich stolz darauf, mein erstes Fed-Cup-Einzel für Deutschland gewonnen zu haben“, sagte sie. „Obwohl die Entscheidung schon gefallen war, habe ich alles gegeben, auch für das Publikum, das uns in diesen Tagen so toll unterstützt hat.“
Das abschließende Doppel sicherten sich Iveta Benesova/Barbora Zahlavova-Strycova 6:3, 7:6 gegen Julia Görges/Anna-Lena Grönefeld.
Text und Bild: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
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