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Nie wieder Fading: Porsche-Bremsen aus Keramik
Porsche hat als erster Automobil-Hersteller eine Keramik-Verbund- bremsscheibe mit Evolventen-Kühlkanal im 911 GT2 vorgestellt. Die Bremse mit dem Namen "Porsche Ceramic Composite Brake" (PCCB) ist ein bedeutender Fortschritt auf dem Gebiet der Fahrzeugbremsen- Technologie und setzt völlig neue Maßstäbe. Das gilt für so entscheidende Kriterien wie Ansprechverhalten, Fadingstabilität, Gewicht und Lebensdauer beim Betrieb auf öffentlichen Straßen.
Die Keramik- Verbundbremsscheibe ist wie die herkömmliche Metall- Bremsscheibe gelocht und innenbelüftet. Auch in ihren Dimensionen unterscheidet sie sich nur geringfügig von der runden Scheibe aus Grauguss. Aber schon beim Gewichtsvergleich fällt auf, dass hier zwei verschiedene Welten aufeinander treffen. Über 50 Prozent wiegt die Keramik- Bremsscheibe weniger. Das spart nicht nur Kraftstoff, sondern reduziert auch die ungefederten Massen, wodurch das Ansprechverhalten der Fahrwerkfederung weiter verbessert werden kann.
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Auf der Straße beweist dieses Bremsen-System ein absolut mustergültiges Verhalten. In Verbindung mit einem neuartigen Bremsbelag entwickelt die Keramik- Bremsscheibe hohe und vor allem konstante Reibwerte während der Verzögerung. Das vermeidet unangenehme Überraschungen für den Fahrer, wenn er beispielsweise aus hohen Geschwindigkeiten abbremsen muss. Denn eine zunächst griffig wirkende Bremse, die nicht wie Porsche-Bremsen speziell auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegt ist, verliert bei heißen Betriebstemperaturen an Reibwert, der nur durch erhöhte Pedalkräfte ausgeglichen werden kann.
Der Abrieb ist im Vergleich zu Metall- Bremsscheiben äußerst gering, was die Keramik- Bremsscheiben ihrer extremen Oberflächenhärte verdanken. Entsprechend hoch ist die Lebenserwartung beim Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr. Keramik- Scheiben sind außerdem korrosionssicher und damit absolut unempfindlich gegenüber Streu- und Flüssigsalzen.
Nach der Weiterentwicklung der Keramik- Bremsscheiben kommen Innenkühlkanäle mit neuer Formgebung zum Einsatz, die mehr Kühlluft durch die drehende Scheibe fördern. Gleichzeitig erhöht eine vergrößerte Anzahl von Kühlkanälen die Formsteifigkeit der Scheibe. Dadurch wird die Scheibenverformung unter hohen Belaganpresskräften deutlich reduziert. Schließlich konnte durch Optimierung der Faserverstärkung in der Reiboberfläche der Bremsscheiben die Abriebfestigkeit insbesondere unter hoher Belastung nochmals gesteigert werden. Für den Fahrer bedeuten diese Verbesserungen erhöhte Leistungsfähigkeit, erhöhten Bremskomfort sowie eine nochmals verlängerte Lebensdauer der Bremsanlage.
GO 12.2006
Bilder © Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG



