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Grand-Am Series: Porsche baut Führung aus

Die Erfolgsserie von Porsche in der amerikanischen Grand-Am Series hielt auch auf dem Daytona International Speedway an. Mit dem von Farnbacher Loles Racing eingesetzten Porsche 911 GT3 Cup feierten Dirk Werner (Kissenbrück) und Leh Keen (USA) vor 250.000 Fans bereits ihren vierten Saisonsieg in der hart umkämpften GT-Klasse.
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Damit bauten sie ihre souveräne Führung in der Meisterschaft weiter aus. In der Herstellerwertung konnte sich Porsche von seinen Verfolgern absetzen.
Am amerikanischen Unabhängigkeitstag zeigten sich die Porsche 911 GT3 Cup von ihrer stärksten Seite. Andy Lally (USA) und Justin Marks (USA) vom Team TRG belegten den dritten Platz, Wolf Henzler (Nürtingen) und Eric Lux (USA) kamen mit dem zweiten 911 GT3 Cup von Farnbacher Loles Racing als Fünfte ins Ziel. Für Wolf Henzler wäre zweifellos eine bessere Platzierung möglich gewesen. Der Porsche-Werksfahrer lag zeitweise in Führung, kassierte dann aber wegen eines zu frühen Boxenstopps eine Zeitstrafe und verlor dadurch seine Chance auf einen Platz auf dem Podium. Am starken Auftritt von Porsche im Mekka der Sportwagenrennen in den USA änderte dieses Missgeschick aber nichts: Unter den Top 10 der GT-Klasse waren nicht weniger als sieben Porsche 911 GT3 Cup.
„Zum Schluss wurde es noch einmal richtig eng, weil Sylvain hinter mir immer schneller wurde und mächtig Druck machte. Aber unser Auto ging so gut, dass ich seine Angriffe abwehren und den Sieg nach Hause fahren konnte“, sagte Dirk Werner, der zusammen mit Leh Keen in dieser Saison schon in Millville, Watkins Glen und Mid-Ohio gewonnen hat. „Der Schlüssel zum Erfolg war sicherlich, dass Leh die ganze Zeit mit an der Spitze lag. Dadurch musste ich mich nach dem Fahrerwechsel nicht erst nach vorne kämpfen, sondern konnte meine Reifen schonen. Dieser Erfolg ist ein großer Schritt in Richtung Titelgewinn.“
Beim 24-Stunden-Rennen in Daytona starteten David Donohue (USA) und Darren Law (USA) im Januar mit einem Gesamtsieg in die neue Saison. Ihre Rückkehr mit dem Porsche Riley auf den legendären Speedway an der Ostküste Floridas verlief nicht ganz so erfolgreich. Schon in der fünften Runde legte ein Kurzschluss die Elektrik des Daytona-Prototypen lahm. „Im Cockpit hat kein Schalter mehr funktioniert, ich konnte nichts machen“, sagte ein enttäuschter David Donohue, der an die Box geschleppt werden musste und erst nach längerer Reparaturpause weiterfahren konnte. Mit seinem 17. Platz rettete er am Ende noch wichtige Meisterschaftspunkte, doch das war nur ein schwacher Trost: „Wir haben uns für dieses Rennen so viel vorgenommen. Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat.“
Besser machten es seine Teamkollegen von Brumos Racing: Joao Barbosa (Portugal) und JC France (USA) belegten beim Heimrennen des Kundenteams aus Jacksonville den achten Platz und lagen damit vor Timo Bernhard (Dittweiler) und Romain Dumas (Frankreich). Mit dem von Penske Racing eingesetzten Porsche Riley fuhren die Porsche-Werkspiloten zeitweise auf Podiumskurs. Doch am Ende mussten sie sich mit dem elften Platz zufrieden geben.
„Im engen Infield der Strecke waren wir gut unterwegs, doch für die schnellen Passagen haben wir offensichtlich nicht die richtige Abstimmung gefunden“, sagte Timo Bernhard. Romain Dumas war nach dem Hitzerennen nicht nur erschöpft, sondern auch sichtlich genervt: „Ich kann auch nicht sagen, was heute genau los war. Das werden wir herausfinden. Wir haben alles gegeben, doch es hat nichts genützt. Ich habe mich selten bei einem Rennen so aufgeregt. Ich spreche dann automatisch immer schneller. Heute hat meine Crew vermutlich nicht viel von dem verstanden, was ich gesagt habe.“
Der 8. Lauf der Grand-Am Series findet am 19. Juli in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama statt.
Statistik: 7. von 12 Rennen der Grand-Am Series in Daytona, FL
Rennergebnis
1. Angelelli/Frisselle (MC/USA), Ford Dallara (DP), 70 Runden
2. Gurney/Fogarty (USA/USA), Pontiac Riley (DP), 70
3. Dalziel/Lester (USA/USA), BMW Riley (DP), 70
4. Pew/Valiante (USA/CAN), Ford Riley (DP), 70
5. Friselle/Wilkins (USA/CAN), Ford Riley (DP), 70
6. Negri/Patterson (USA/USA), Ford Riley (DP), 70
7. Pruett/Rojas (USA/MEX), Lexus Riley (DP), 70
8. Barbosa/France (P/USA), Porsche Riley (DP), 70
9. Krohn/van der Poele (USA/B)m Ford Lola (DP), 70
10. Speed/Busch (USA/USA), Lexus Riley (DP), 70
Ergebnis GT-Klasse
1. Werner/Keen (D/USA), Porsche 911 GT3 Cup, 66 Runden
2. Ham/Tremblay (USA/USA), Mazda RX-8, 66
3. Lally/Marks (USA/USA), Porsche 911 GT3 Cup, 66
4. Assentato/Segal (USA/USA), Mazda RX-8, 66
5. Henzler/Lux (D/USA), Porsche 911 GT3 Cup, 65
6. Pumpelly/Ballou (USA/USA), Porsche 911 GT3 Cup, 65
Punktestände
Fahrer Klasse DP
1. Scott Pruett, Memo Rojas, Lexus, 199 Punkte
2. Brian Friselle, Max Angelelli, Ford, 198
3. Alex Gurney, Jon Fogarty, Pontiac, 196
4. Timo Bernhard, Romain Dumas, Porsche, 182
5. Michael Valiante, Ford, 172
6. David Donohue, Darren Law, Porsche, 162
Joao Barbosa, JC France, Porsche, 162
Hersteller Klasse DP
1. Ford, 224 Punkte
2. Pontiac, 202
3. Lexus, 199
4. Porsche, 196
Fahrer Klasse GT
1. Dirk Werner, Leh Keen, Porsche, 221 Punkte
2. Paul Edwards, Kelly Collins, Pontiac, 192
3. Spencer Pumpelly, Porsche, 185
Eric Lux, Porsche, 185
4. Sylvain Tremblay, Nick Ham, Mazda, 179
5. Robin Liddell, Andrew Davis, Pontiac, 178
Hersteller Klasse GT
1. Porsche, 233 Punkte
2. Pontiac, 204
3. Mazda, 199
05.07.2009
Text- und Bildmaterial: Porsche AG










