Spalte #col1
...

Suche
Login

Thema diskutieren
Sie möchten sich zu diesem Thema äußern? Dann schauen Sie in den eigens dafür eingerichteten Bereich im Diskussionsforum.
Auch Leserbriefe allgemein sind willkommen.
KFZ-Steuer: Wer profitiert und für wen wird es teurer?
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat angekündigt, dass die Bundesregierung die KFZ-Steuer grundlegend reformieren wird. Die Steuer soll künftig nach dem Schadstoffausstoß und nicht wie bislang nach dem Motorhubraum berechnet werden. Kraftfahrzeuge mit einem höheren Schadstoffausstoß sollen künftig mehr bezahlen. Die Steuer soll Aufkommensneutral gestaltet werden, es wird also innerhalb des Systems umgeschichtet. CO2 gilt als gefährlicher Klimakiller. Die Verunsicherung ist groß, vor allem die Besitzer älterer Autos, SUVs oder Sportwagen befürchten eine Abkassierwelle.
|
|
|
Grundlage für eine Neuregelung der KFZ-Steuer könnte eine vom ADAC bereits vor zwei Jahren entwickeltes Steuermodell sein. Es wird von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) unterstützt und auch der jüngste Vorschlag des Bundesverkehrsministers bezieht sich im Wesentlichen darauf. Nach dem ADAC-Modell bezahlen Fahrer von großen Pkw mit hoher CO2- Emission künftig mehr Kfz-Steuer. Wer sich für einen kleineren, sparsameren Wagen entscheidet, soll dagegen finanziell besser gestellt werden. Neuwagen mit einem CO2-Ausstoß bis zu 100 Gramm pro Kilometer bleiben von der Steuer befreit. Bei Diesel-Pkw entspricht dies einem Verbrauch von 3,8 Liter je 100 Kilometer, bei Benzinern sind es 4,2 Liter. Für jedes weitere Gramm CO2 oberhalb der 100 Gramm-Grenze fallen bei Dieselautos 3,86 Euro an, bei Benzinern 1,44 Euro. Für einen Pkw mit Ottomotor, der 180 Gramm CO2 pro Kilometer emittiert, würden jährlich 115 Euro Kfz-Steuer anfallen.
Der ADAC hat anhand von einigen Beispielen ausgerechnet, in welchem Maße die Steuer steigen bzw. sinken wird: Das Steuermodell des ADAC
tb 02.2007

