Am ersten Wochenende des neuen Jahres trafen sich 32 Teilnehmer zum ersten „PFF Winterdrift“ im Winterfahrpark Stegergut, der größten Wintertrainingsanlage Österreichs im Thomatal im Lungau. Als Instruktor mit eingeplant: Rallye-Weltmeister Walter Röhrl.
Nach morgendlichem Briefing am ersten Tag wurden die Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt und lernten zunächst die Anlage kennen und machten sich mit den einzelnen Trainingssektionen vertraut. Bremsen/Ausweichen auf Eis und Schnee, Einfangen eines ausbrechenden Hecks und Wiederherstellung der Fahrstabilität standen dabei ebenso auf dem Programm wie kontrolliertes Driften und die Fahrt über einen Handlingsparcours um das gesamte Gelände. Schritt für Schritt konnten sich die Teilnehmer aus der Schweiz, Luxemburg, den Niederlanden, Deutschland, Österreich und sogar aus England an ihre und an die Grenzen ihres Fahrzeugs herantasten. Nach der Mittagspause mit Wintergrillen fand ein Sektionswechsel statt, sodass jede der drei Teilnehmergruppen ausreichend Zeit zum Erfahren der verschiedenen Übungen hatte.
Beim gemeinsamen Hüttenabend in uriger Atmosphäre mit klassischer Österreichischer Küche und musikalischer Untermalung ließ man den Abend ausklingen. Dass die nächtliche Rodelpartie mangels Schnee aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste, hatte keine Auswirkung auf die gute Stimmung in der Gruppe.
Der zweite Tag des PFF Winterdrifts stand ganz im Zeichen Walter Röhrls, der bei der morgendlichen Begrüßung mit Fototermin begeistert willkommen geheißen wurde. Gruppenweise kamen die Teilnehmer dann in den Genuss der Fahrempfehlungen des mehrfachen Rallye-Weltmeisters. „Wennst durch die Seitnscheibn gradaus schaun kannst, brauchst mit’m Lenkn nimmer anfangen.“ so Röhrl zu den Anwesenden zum Thema rechtzeitiges Reagieren auf Heckausbruch, „Da hilft dann nur noch Aug’ zu und warten bis kracht.“ Doch nicht nur Theorie sondern natürlich auch Praxis stand auf dem Röhrlschen Lehrplan: Bei Taxifahrten im eigenen 911 Turbo um die Handlingsstrecke gab der von Journalisten zum besten Rallyefahrer aller Zeiten gewählte ehemalige Porsche Werksfahrer den ganzen Vormittag lang jedem Einzelnen wertvolle Tipps zum Verhalten beim Fahren auf Eis und Schnee.
Beim Mittagessen mit den Teilnehmern herrschte geradezu andächtige Stimmung, als Walter Röhrl von Erlebnissen aus seiner einmaligen Laufbahn erzählte: Von Rennleitern und Teamkollegen, von Monte Carlo und Pikes Peak und von Serienautos mit denen er schneller war als mit dem Rennwagen. „Unglaublich mit welcher Offenheit und Gelassenheit diese Ikone des Rallyesports hier sitzt und Geschichten erzählt“, sagte Andreas Bippes, Veranstalter und Inhaber des PFF. „Wir sind sehr froh, dass wir ihn für den PFF Winterdrift gewinnen konnten, das ist ein echtes Highlight.“
Den ganzen Nachmittag über nahm sich Walter Röhrl viel Zeit für die Teilnehmer: Jeder Autogrammwunsch wurde erfüllt, jedes Foto gemacht und jedes Auto wurde gefahren. Darunter übrigens nicht nur Zuffenhausener Modelle sondern auch Oldtimer wie ein Audi 80 GTE quattro, ein Ford Capri und ein BMW 2002, der auch von einem Profi pilotiert wurde: Sabrina Berdi, Beifahrerin von Opel Rallyefahrer Horst Rotter kam damit aus der Schweiz zum PFF Winterdrift. Nicht das einzige Auto, das am Ende als „Ex-Röhrl“ mit Signatur auf dem Armaturenbrett das Training mit gesteigertem Wert verlassen hat.
Der Winterfahrpark verfügt übrigens über einen Abschleppwagen, der während der zwei Tage nur ein einziges Mal ausrücken musste und dann doch nicht mal gebraucht wurde: Wie bei allen anderen Malen davor, hatten sich die Teilnehmer schon gegenseitig geholfen. Eine tolle, disziplinierte und homogene Truppe. Dieser Meinung war auch Walter Röhrl bei der Verabschiedung.
12.01.2010
Text- und Bildmaterial: PFF

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Der nächste PFF Winterdrift findet am 06. und 07. Februar statt, der dritte und letzte am 27. und 28. Februar. Dann ohne Walter Röhrl aber mit genauso viel Spass und Professionalität.
Infoseite: PFF-Winterdrift 2010
Bilder vom 1. Wintertraining 2010: PFF-Bildergalerie
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